Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Er versuchte den Namen zu lesen, mußte jedoch passen, denn der war mit arabischen Schriftzeichen dort aufgedruckt. Eine faszinierenden Schrift, wie Ben bemerkte, von rechts nach links geschrieben, die aussah, als wäre sie gemalt.
Ben zeigte seiner Tischdame die Karte und erkläre, wie er in deren Besitz gelangt war. Sie nahm sie in die Hand und studierte sie eingehend.
„Er sah zwar aus wie ein Araber“, sagte Ben ergänzend, „sprach aber keinen Akzent. Der rechte Mittelfinger fehlte ihm.“
„Der rechte Mittelfinger?“ fragte Mrs. Hawkins interessiert, und ihr Gesicht drückte Erstaunen aus.
Sie drehte die goldene Visitenkarte zwischen ihren Fingern hin und her, dann bat sie Ben, den Mann zu beschreiben. Der tat sein Bestes, gehörte es doch zu seinem Beruf, Menschen zu taxieren oder einzuordnen. Mrs. Hawkins schüttelte bedächtig den Kopf.
„Der rechte Mittelfinger, sagen Sie?“ fragte sie nochmals. „Es gilt im Orient vereinzelt noch ein strenges Gesetz, die Sharia, das denjenigen zum Verlust seiner Hand verurteilt, der damit gestohlen hat. Aber ein Finger? Wer stiehlt denn schon mit einem Finger.“ Damit gab sie Ben die Karte zurück.
Wer stiehlt mit einem Finger? Diese Formulierung stimmte Ben nachdenklich. Er stahl zuweilen mit dem Finger, mußte er einräumen. Im Grunde aber war es kein Stehlen, lediglich ein Umverteilen.
„Der Mann hatte während der ganzen Zeit, die er an meinem Tisch zugebracht hat, ein wachsames Auge auf meine Finger gerichtet. Warten Sie, was sagte er noch? ‚Sie haben einen interessanten Mittelfinger’.“
„Das hat er gesagt …“
„Ja, und einen Job wollte er mir anbieten. Aber ich habe schon einen.“
Patricia Hawkins sah auf die Uhr, holte aus ihrer Tasche ein Bündel Geldscheine hervor, betrachtete es skeptisch, danach lächelte sie Ben an.
„Also? Wieviel bekommen Sie für Ihre selbstlose Hilfe?“
„Mrs. Hawkins!“
Um ein Haar hätte Ben ihren Namen laut ausgerufen.
„Mr. Sinclair.“
Schon wieder war dieser vorwurfsvolle Ton zu vernehmen, mit dem sie andeutete, daß sie ihrem Gegenüber, sei es nun ein Angeklagter, ein Zeuge oder sonstwer, nicht richtig glauben wollte.
„Mrs. Hawkins. Ich bin Angestellter des Casinos, ich verdiene wirklich genug Geld. Nichts liegt mir ferner, als von einem Gewinn, der an meinem Tisch erzielt wurde, einen Obolus einzufordern. Sie haben gewonnen, freuen Sie sich darüber, genießen Sie es. Spenden Sie 100 Pfund für die Befreiung Palästinas oder einer anderen Institution, wenn Ihnen danach ist. …
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