Trojanische Gepflogenheiten
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Trojanische Gepflogenheiten
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…  Dunn und Vanessa waren wie erwartet noch nicht da. Ich kontaktierte Dunn über seinen Wing und sagte ihm, dass ich jene Ersatz-Schauspielerin gefunden hätte, und dass mir auch ein paar andere interessante Neuigkeiten zugetragen wurden. Nach dem kurzen Gespräch machte ich mich noch mal über die Unterlagen her und wälzte auch die Dateien über all die Gerichtsverhandlungen, die die Agentur Bellisare in letzter Zeit über sich hatte ergehen lassen müssen. Offensichtlich erregten viele ihrer Inszenierungen ein großes Ärgernis bei Moralaposteln und solchen selbsternannten Sittenwächtern. Aber Bellisare hatte auch andere Prozesse am Hals, denn nur allzu oft wurden sie von Schauspielern oder Schauspielerinnen verklagt, die sie unter Vertrag hatten. Ich fand das ganz interessant, aber in Terrys Mordfall brachte es mich wenig weiter.
Um 14:20 Uhr meldete sich Dunn. Er meinte, wir sollten uns zum Mittagessen treffen und fragte, ob ich ein Restaurant empfehlen könnte. Ich schlug eine Pizzeria in Sektion 8/3 vor, die ich noch von früher kannte.
Diegos Pizzeria war ein schmuckes, gemütliches Gasthaus, das den stationären Führungswechsel überdauert hatte. Innen war alles mit hellem und dunklem Holzstreifen ausgekleidet und darüber hingen Gemälde, die italienische Strände oder Sehenswürdigkeiten zeigten. Das Lokal war weitgehend leer. Ich studierte bereits an einem Wandtisch die Speisekarte, als Dunn und hintendrein Vanessa dazu kamen.
„Es ist mir ein Rätsel, wie ein Mensch so unbeliebt sein konnte, wie unsere Miss Michaels!“, sagte Dunn, während er seinen Hut abnahm. Dann setzte er sich und kratzte sich nachdenklich am Kopf. „Mit zweiundvierzig Leuten haben wir gesprochen. Allenfalls vier davon waren wenigstens einigermaßen gut auf sie zu sprechen! Hallo Kayla.“
„Hallo.“, erwiderte ich.
„Wir haben eine ganze Menge Neuigkeiten!“, sagte Vanessa und nahm auf der Sitzbank neben mir Platz. „Neue Motive, neue Verdächtige, neue Informationen zu Terrys kollegialen Beziehungen. Manche hielten sie für ein Genie, für andere war sie ein kaltherziges, eingebildetes Luder! Wir haben eine Menge aufzuarbeiten, Kayla. Ach ja, und wir haben einen Zeugen, der gesehen hat, wie SYBIL REYES zur Tatzeit das Theater verlassen hat und dann ziemlich aufgewühlt wieder zurückkam!“
„Und ich habe die Frau, die Terry in 5/5 besucht hat.“, sagte ich.
„Ja, das sagten Sie schon - wer ist sie?“, fragte Dunn, blickte von der Speisekarte auf und lächelte mich munter an. …
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