ELSA
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Elsa
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…  Aus vergangenen Zeiten lag der Kragen aus Toscanalamm in meinem Schrank und in diesem Kragen wurde das Katzenkind groß. Es ist ein Junge und ich nannte ihn Egon. Ich bin für ihn die Mutter und er ist mein Kind. Oft hat er mich getröstet und ich glaube, dass er auch immer versteht, um was es geht. Mit Adrian und Isolde teilt er sich eine breite Fensterbank. Meine drei Kinder vertragen sich gut, und wenn ich nach Hause komme, freue ich mich über Gezwitscher und Gemaunze.

An den meisten Wochenenden ist Manfred mit seinem Surfbrett unterwegs. Ich fahre nicht mehr mit, einmal Holland hat mir gereicht. Beim letzten Mal musste er von der Rettungswache eingeholt werden, die Strandbesucher standen neugierig herum und abends lag er total erschöpft im Bett.
Samstag habe ich sein Auto benutzt, so blöde, wie er parkte, versperrte er mir die Ausfahrt und so nahm ich für die Fahrt zum Bäcker einfach seins. Seltsam, die gleiche Farbe, die gleichen Ledersitze und auch der Stern auf der Kühlerhaube aber trotzdem war es irgendwie anders. Immer hatte ich Probleme mit seinem Diesel, oft vergaß ich, den Knopf zu ziehen und dann soff er einfach ab. Heute fand ich keinen Knopf und er sprang auf Anhieb an. Weil ich technisch total unbegabt bin, habe ich mir darüber keine großen Gedanken gemacht und bin losgefahren. Am Nachmittag habe ich Manfred gefragt, weshalb die Technik im Auto jetzt anders ist. Daraufhin fing er an zu lachen und sagte toternst und trocken: „Den anderen habe ich schon vor Monaten in den Graben gesetzt, der Händler hatte den gleichen als Benziner vorrätig und da habe ich den gleich mitgenommen. Ich möchte aber mal wissen, was Du überhaupt in meinem Auto zu suchen hast.“ „Ich habe doch gar nichts gesucht, ich wollte doch nur Brötchen holen und war gleich wieder zurück.“ Wenn er sich Zigaretten holt, dauert es manchmal bis zum Morgengrauen und ich traue mich dann noch nicht einmal zu fragen, wo er so lange war.

Ganz einfach umgekippt bin ich, und als ich wieder zu mir komme, tröpfelt das Wasser der Blumenvase auf meinen Kopf und dann sehe ich, dass der schweinslederne Bezug der Stehlampe eingerissen ist. Das wird Ärger geben, und mir ist übel und ich habe Schüttelfrost. Es ist Sonntag und Manfred ist trotzdem nicht zu Hause, weil er angeblich Inventur hat. Trotzdem versuche ich immer wieder, ihn zu erreichen. Weil es mir nicht gelungen ist, habe ich in meiner Not bei Papa angerufen. Er war fassungslos und hat sofort den Notarzt alarmiert. …
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