ELSA
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Elsa
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…  Wenn ich mich von den anderen unbeobachtet fühle, gehe ich mit meinem Pferd dicht an das Gatter und steige von dort aus auf. Es reicht doch, dass ich weiß, wie es eigentlich richtig ist. Mittlerweile macht es mir sehr viel Spaß, und ich darf jetzt schon an Ausritten teilnehmen. Es klappt wirklich gut und trotzdem bin ich heute schwer lädiert. Als wir nach unserem Ausritt schon fast wieder den Reiterhof erreicht hatten, saßen Kinder an einer dichten Schlehenhecke am Feldweg und klapperten mit irgend welchem blöden Kram. Mein braves Pferd hat sich total erschrocken und mich im hohen Bogen abgeworfen, dabei fiel ich genau auf meinen Allerwertesten. Von den Zehen- bis zu den Haarspitzen tut mir alles weh, es ist, als ob ich in Brennnesseln gefallen wäre. Mit Mühe konnte ich mein Pferd wieder am Halfter zum Stall führen. Diese blöden Gören! Manfred hat sich kaputt gelacht und posaunte im Reiterkasino laut herum, dass ich auf den Arsch gefallen bin. Trotzdem habe ich noch, wie es sich gehört, linkshändig den Reiterschnaps getrunken und ihn dann einfach stehen lassen und bin nach Hause gefahren.

Immer noch tut mir alles weh. Vorsichtshalber habe ich einen Arzt aufgesucht. Der flaxte herum und meinte: „Ja Mädchen, Sport ist Mord, dann leg Dich mal auf die Liege.“ Ich habe mich also bäuchlings auf dieses komische Ding gelegt auf dem der ganzen Länge nach in der Mitte ein Spalt war und nach jedem Viertel ein paar Löcher. In die obere Ausbuchtung passte meine Nase. Dann sollte ich ein- und ausatmen und er drückte währenddessen meine Wirbel mit der Hand. Dabei stellte er fest, dass meine Beine unterschiedlich lang waren. Beim Aufstehen umfasste er mit der einen Hand mein Kinn, die andere legte er in meinen Nacken, so, als ob er mich küssen wollte, und dann knackte es und tat höllisch weh. Seine Diagnose: „Also, junge Frau, nie wieder aufs Pferd, mehr als einmal kann ich das nicht machen!“ Am liebsten hätte ich ihn dafür umarmt, zumal meine Schmerzen jetzt wie weggeblasen waren. Für den Fall, dass ich doch wieder Probleme bekommen würde, gab er mir ein Rezept. Mit allem hatte ich gerechnet, nur nicht mit Scheidenzäpfchen. Ich befolgte den distanzierten Rat des Apo­thekers und las sorgfältig die Gebrauchsanweisung. Acht Tage, zwei Mal täglich, kein Wannenbad, keinen Verkehr und keinen Alkohol, danach eine Nachuntersuchung des behandelnden Arztes. Ich habe mich wirklich ganz genau an alle Anweisungen gehalten und als die Packung aufgebraucht war, ging ich wieder zu meinem Arzt. …
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