Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Ben war nicht sonderlich überrascht, einmal ging auch ein Wurf daneben, das war normal, keiner wußte das besser als er. Die Kugel war unglücklich am Steg abgeprallt, das passierte nicht oft, aber es passierte eben. Er wollte es noch einmal versuchen. Nach wenigen Würfen schon erkannte Ben das neue Ziel. Ohne jede Hast legte er 12 000 Francs auf die 35. Das Limit. Alles oder nichts war nun seine Devise. Keine sehr gute, wie er sich eingestehen mußte, aber er kannte sich und seine Fähigkeiten sehr genau. Unendlich lange rollte die Kugel, und das leise Rollen wurde durch die Stille, die nun eintrat, noch verstärkt. Endlich das Klickern und die darauffolgende Ruhe.
„35, Noir, Impair, Passe!“
Ben zeigte keine Regung, wartete geduldig ab, als ihn der Blick des Croupiers traf. Dem war in Erinnerung geblieben, wer die 35 belegt hatte. Die Augen des Werfers fixierten Ben wie die eines Warenhausdetektivs, der einen potentiellen Ladendieb verfolgt. Ben tat, als würde er ihn nicht wahrnehmen. Sein Gewinn, 420 000 Francs, lag nun auf der 35, Dutzende Jetons der gehobenen Preisklasse. Ohne Eile wanderte der Gewinn in die Jacke, Ben griff in seine Hosentasche, holte eine 1000 Francs Spielmarke hervor und legte sie mit einem Kopfnicken auf den Tisch, der Werfer steckte sie in den Schlitz und bedankte sich seinerseits.
Als Ben Tisch Nr. 8 in Richtung Bar verließ, spürte er die neidvollen Blicke derer im Rücken, die weniger erfolgreich waren, das mochte er nicht. Diese Blicke behinderten unter Umständen seine Arbeit. Im dümmsten Fall zog er sich einen Trabanten zu, das war einer, der ihm folgte wie ein Schatten und stets dieselben Zahlen setzte wie er.
Am meisten jedoch störte ihn der Blick, mit dem der Croupier ihn bedacht hatte. Kannte ihn dieser Mann? Unmöglich! Mit diesem Bart würde ihn sein Nachbar nicht wiedererkennen. Möglicherweise war dem Werfer die Art und Weise aufgefallen, wie Ben sein Spiel gemacht hatte, trotz aller Zurückhaltung. Außerdem war bei Ben kein Jubel zu sehen, kein Zeichen von Freude, nichts, das war ziemlich ungewöhnlich. Als er erneut am Wechselschalter stand, entschloß er sich spontan, beim nächsten Mal wenigstens ein ganz klein wenig zu jubeln.
   Ines Fuentes saß noch an der Bar, in der linken Hand ein halbvolles Glas Martini, und schien mit dem Barkeeper zu plaudern; er jedenfalls versuchte es. Aber entweder hatte der Mann zu viel zu tun, oder sein Englisch genügte ihren Ansprüchen nicht. Ben setzte sich wieder neben sie, und ein zufriedenes Lächeln überzog ihr herbes, von Wind und Wetter gegerbtes Gesicht. …
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