Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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… 
Zurückgekehrt ins trügerische Zentrum der Illusionen stellte sich Benjamin an Tisch 15 und beobachtete aufmerksam das Geschehen. Von überall her glaubte er Augen auf sich gerichtet, jeden Moment rechnete er mit dem festen Zugriff eines stählernen Armes, der ihn wegzerrte vom Spieltisch, der ihn hinausschleifte und in die Gassen der Stadt schleuderte.
Noch blieb alles ruhig. Seine Chance nahte, er belegte die 29, und kurz darauf wanderten mehrere hunderttausend Francs in seine Taschen. Trotz der Gefahr, in der er sich befand, bereitete es ihm teuflisches Vergnügen, diese seine besondere Fähigkeit für sich selbst einzusetzen und gegen diejenigen, denen er ein Dorn im Auge war. Die ihn hatten hinaufwerfen lassen.
Benjamin spielte nochmals und nochmals, und als er das Casino gegen 24 Uhr verließ, füllte ein immenser Betrag seine Jackentaschen. Ein Umstand, der ihm nicht wenig Kopfzerbrechen bereitete. Eilig rief er ein Taxi, welches ihn zu jenem Restaurant brachte, vor dem sein Fahrzeug parkte. Unterwegs nahm er sich unter großen Mühen die Kontaktlinsen aus den brennenden Augen.
Am Ziel bezahlte er den Fahrer, stieg in seinen eigenen Wagen um und raste los. Nun galt es, dem Fürstentum so schnell wie nur irgend möglich den Rücken zu kehren. Ben trat aufs Gaspedal, als befände er sich auf der Flucht. Und dieser Gedanke war keineswegs abwegig.
   Die beiden Scheinwerfer beleuchteten die kurvenreiche Küstenstraße an der Cote d’Azur. Auf der linken Seite konnte er den matten Glanz des Mittelmeers erkennen, rechts ragten felsige, teils bewaldete Hänge empor, es herrschte kaum Verkehr. Benjamin sah im Rückspiegel niemanden, der ihm folgte.
Die Straße schien für eine zügige Fahrt wie geschaffen. Als wären sie mit Klebstoff überzogen, so sicher hafteten die breiten Reifen des Sportwagens auf der Fahrbahn. Ben fühlte sich in seinem Element, trotz dieses ungewohnten und für jeden Engländer absolut unverständlichen Rechtsverkehrs hier auf dem Festland. Die Fliehkräfte preßten seinen Körper ein ums andere Mal in den Schalensitz, beide Hände umschlossen das griffige, lederummantelte Lenkrad. Ein zufriedenes Lächeln umspielte seinen Mund. Ein Lächeln, in dem alles geschrieben stand, was er in den letzten Tagen erlebt hatte. Sowohl das Unangenehme - die Gefahr, in der er sich befand, sein Hinauswurf aus dem Casino - als auch Erfreuliches. Er dachte an Ines, die längst über dem Atlantik schwebte, mit der er sich so anregend unterhalten konnte - und natürlich an seinen enormen Gewinn. …
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