Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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… 

   Die Frau schlief längst, während der Mann an ihrer Seite noch lange wach lag. In der heutigen Nacht hatte er versagt, als Mann versagt! Das erste Mal in seinem Leben war es ihm nicht gelungen, auf die herzlichen Berührungen einer Frau zu reagieren, auf ihre Küsse, auf die zarten Bemühungen ihrer Hände, ihrer Lippen. Patricia Hawkins hatte sich mit keinem Wort beklagt.
Ben kannte die Gründe für sein Versagen: Sie lagen in der erdrückenden Furcht, die sein Herz noch immer umklammert hielt, die ihn durchdrungen hatte bis ins Mark. Keine sehr gute Ausgangsposition für das Gelingen einer Liebesnacht. Bis zum Morgen tat Ben fast kein Auge zu, obwohl er fühlte, daß ihm in diesem Hause momentan keine unmittelbare Gefahr drohte.
Seine Gedanken konzentrierten sich auf die Frau neben ihm. Hatte sie tatsächlich ihren Kopf geschüttelt am Abend im Casino, als er sie am Ende des Tisches stehen sah, oder bildete er sich das nur ein? Ein fast unmerkliches Schütteln war es gewesen, vergleichbar mit dem seinigen, wenn er dem einen oder anderen Spieler anzeigen wollte, daß die bescheidene Glückssträhne nun zu Ende und die Zeit gekommen sei, aufzuhören. Hatte der junge Mann am Tisch, dieses Häufchen Elend, etwas damit zu tun? Ben zermarterte sich den Kopf, konnte aber die fehlenden Mosaiksteinchen nicht aufspüren.
Am Morgen im Bad fragte er Patricia direkt:
„Was weißt du vom Syndikat, Patricia?“
Die Frau hob den Kopf.
„Welches … Syndikat meinst du, Benjamin?“ kam es etwas verhalten aus ihrem Munde, und die Bürste glättete ihr durch die letzte Nacht etwas in Unordnung geratenes Haar.
In kurzen Worten erzählte ihr Ben von seinem Erlebnis in der letzten Nacht und von diesen Männern, die, wie er fest glaubte, zum Syndikat gehörten.
„Wenn ich auch nicht glaube, daß eine solche Institution existiert“, sagte sie abschließend und sah ihn ernst an, „so bitte ich dich doch eindringlich: Tu das, was du zwar bestreitest, von dem ich aber dennoch glaube, daß du es tust, bitte nicht wieder. Es ist einfach nicht ... richtig, selbst zu bestimmen, wer nun Glück haben darf - und wer nicht.“
Ihre Morgentoilette war beendet, ein wenig benommen stand Ben alleine im Bad, nicht wissend, was er von ihren Worten halten sollte.

***

   Nach einer anstrengenden ersten Nachthälfte saß Benjamin zusammen mit seinem Kollegen Nick im Aufenthaltsraum des Casinos und überlegte intensiv, ob er es wagen sollte, ihn auf das Syndikat anzusprechen. …
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