Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Einen Moment später preßte eine Hand einen Wattebausch fest auf sein Gesicht, und nach wenigen Atemzügen tat Ben das, was er ohnehin vorgehabt hatte: Er schlief tief und fest. Den Duft eines ihm bestens bekannten After-shaves wurde er nicht mehr gewahr.
Sechs starke Arme zerrten ihn über den Boden, hinaus auf die Straße und in den Kofferraum der schwarzen Limousine. Dumpf schloß sich der Deckel, der Wagen fuhr sofort ab, nahm mit seinen drei Insassen und der lebenden Fracht Kurs auf die Innenstadt, durchquerte diese, und nach einer langen Fahrt gelangte er schließlich an den Londoner Hafen. Trübe schimmernd wälzte sich die Themse vorwärts, der Bentley fuhr die Schienen der Canary Werft entlang, geschickt vermied es der Fahrer, die Reifen durch die knöcheltiefen Pfützen zu lenken. Fast am Ende des Kais steuerte der Wagen eine offene dunkle Lagerhalle an, fuhr hinein und stoppte, die drei Männer stiegen aus. Sogleich wurden die Tore geschlossen, erst danach erhellte sich der Raum allmählich.
Bis unter die Decke mit schweren Holzkisten zugestellt, waren die Wände der Halle kaum zu sehen. Es roch allenthalben nach Staub. Am hinteren Ende des Lagers parkte der Anhänger eines LKW, die Heckklappe herabgelassen, er war leer. Das Gebäude schien fensterlos, an der rechten Seitenwand stand ein gelber Gabelstapler mit halb hochgefahrenem Ausleger. Daneben eine Art Werkbank. Allerlei Werkzeug sah man auf der breiten Holzplatte liegen, Hammer, Brecheisen, Säge, am rechten Mittelteil befand sich ein wuchtiger Schraubstock.
Einer der Männer trug einen braunen Lederkoffer in der Hand und begab sich sofort zur Werkbank hinüber. Dort angekommen stellte er den Koffer ab, griff hinein und zog ein kleines Ledertäschchen hervor, welches er mit geübtem Griff öffnete. Der Mann trug braune Schweinslederhandschuhe, die hauteng seine Finger umschlossen. Behutsam legte er das aufgeklappte Ledermäppchen auf die Arbeitsplatte, silberner Stahl blitzte auf im fahlen Licht der Neonbeleuchtung. Als nächstes holte er einen Bolzenschneider aus der Tasche, danach Mullbinden, Verbandsmaterial, Pflaster. In einem weiteren Behältnis bewahrte er Spritzen auf, Kanülen, kleine Fläschchen. Der Mann war Chirurg.
Mit geübter Hand sägte der Mediziner den Hals eines der kleinen Fläschchen an, brach ihn ab, führte die Hohlnadel einer Spritze ein und zog die Flüssigkeit in den Kolben. Es handelte sich um ein Sedativum, ein Beruhigungsmittel, wie man es Patienten vor Operationen verabreicht. …
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