Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Von rechts näherte sich ein Lastwagen, der Fahrer hupte wie besessen, Ben schlurfte weiter wie in Trance. Bremsen quietschten, der LKW - Fahrer lenkte sein Fahrzeug an den äußersten linken Rand der Straße, und nur um Haaresbreite verfehlten die dicken Zwillingsreifen den wankenden Fußgänger mit der verbundenen Hand. Der wankte unbeirrt weiter, bald stand der gesamte Verkehr auf dem Brückenabschnitt der Kew-Bridge still, kurz darauf hatte Ben die gegenüberliegende Seite der Fahrbahn erreicht. Auf dem dortigen Fußweg lief er in Richtung Brückenmitte, zu jener Stelle, wo sie eine ausreichende Höhe hatte. Langsam setzte sich der Verkehr wieder in Bewegung, einige Fahrer riefen durch die heruntergelassenen Fenster böse Schimpfwörter, das alles hörte Ben nicht. Sein Blick wanderte über das Geländer hinunter zum Fluß. Ein Stück weiter erkannte er den gemauerten Pfeilersockel, der aus dem Wasser ragte ...
Wenn er sich auf diesen Sockel hinunterfallen ließ, war er mausetot. Sollte er wider Erwarten doch noch ein Fünkchen Leben in sich haben, so würde er beim anschließenden Sturz ins Wasser auf jeden Fall ertrinken. Wie Sturzbäche liefen die Tränen nun über das verschmierte und unrasierte Gesicht des jungen Mannes, Tränen der absoluten Verzweiflung, Tränen eines Menschen, der wußte, daß er in wenigen Minuten mit zerschmetterten Gliedern tot in der Themse treiben würde.
   Endlich hatte Ben die passende Stelle erreicht und starrte hinunter. Der Schmerz in seinem Finger war wieder stärker geworden, stach und pulsierte pausenlos, obwohl der Finger fehlte. Ein letztes Mal warf Ben einen Blick auf die dick verbundene Hand, biß sich voller Verzweiflung auf die trockene, aufgesprungene Unterlippe; entschlossen schwang er sein rechtes Bein über das steinerne Brückengeländer.

***

   In Benjamin Sinclairs Wohnzimmer klingelte das Telefon dezent und anhaltend, der Anrufbeantworter schaltete sich ein, aber es wurde wieder aufgelegt. Dies geschah nun bereits zum wiederholten Male, offenbar wollte der Anrufer Ben persönlich sprechen.
Die Frau am anderen Ende der Leitung hielt das Telefon in der Hand und machte ein besorgtes Gesicht. Dunkle Ringe unter ihren Augen verrieten, daß sie in der letzten Nacht kein Auge zugetan hatte; Patricia Hawkins legte das Telefon zurück auf den Tisch. Wo war Benjamin jetzt? Wohin hatten sie ihn anschließend gebracht? Vielleicht irrte er irgendwo in der Stadt umher und brauchte Hilfe? Hoffentlich machte er keinen Unsinn! …
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