Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Der Zeitraum, in dem diese Verbrechen verübt wurden, war jedoch so großzügig bemessen, er zog sich über viele Jahre hin, daß niemand einen Zusammenhang zu erkennen vermochte. Zudem waren die Morde stets als Unfälle getarnt gewesen; bei Tausenden von Verkehrstoten pro Jahr ein Grund mehr, keine Verdachtsmomente aufkeimen zu lassen. Eingebracht hat es dem Syndikat Millionen, und immer weiter flossen die Gelder, wollten nicht versiegen.
   Heute war Zahltag! Niemals wurden Beträge auf Konten überwiesen, viel zu leicht hätte man deren Absender ausfindig machen und Verbindungen herstellen können. Vertrauenswürdige Kuriere brachten die Summen zu den vereinbarten Übergabeplätzen, anonym, diskret, verschwiegen. Alle zwölf Mitglieder der Organisation - Lehrer, Ärzte, Beamte, auch ein Spediteur und Besitzer einer ominösen Lagerhalle am Hafen befand sich darunter - fast alles Angehörige der sogenannten gehobenen Mittelschicht, gingen tagsüber ihren Berufen nach. Sogar Polizisten wirkten dabei mit. Aus Gründen der persönlichen Sicherheit und der Tarnung des Syndikats kannte man sich untereinander so gut wie nicht. War ein Auftrag durchzuführen, so wurden die Beteiligten informiert, trafen sich, erledigten ihr mitunter schmutziges Geschäft und trennten sich wieder. Wer den anderen nicht kannte, konnte ihn auch nicht denunzieren, so lief das. Das Glücksspiel hatte der Chef allen Mitgliedern strengstens untersagt. Bei ihren horrenden Einkünften hatten sie es nicht nötig.
Ihre Beobachtertätigkeit übten die Mitglieder das ganze Jahr über aus, in allen Casinos des Landes, meist alleine, der Unauffälligkeit wegen. Hatten sie irgendwann eine bestimmte Person ausgemacht, verfuhren sie nach dem bereits bekannten Muster.
   Der Dicke, der Gründer des Syndikats war und den Vorsitz innehatte, machte einen kräftigen Zug aus der Zigarre, blickte in den Kreis, und seine Augen blieben an einem schmächtigen Mann haften, der ihm schräg gegenübersaß. Ein leichtes Lächeln umspielte dessen Züge, als der Chef ihn ansah und ihm aufmunternd zunickte.
„Unsere Vermutung war richtig, Mister White“, begann der Schmächtige, „es gibt eine Frau in Brighton, die gegen die Regeln verstößt, mehrmals dagegen verstoßen hat. Sie wurde verwarnt.“
„Danke, Mr. Blue.“
Voller Genugtuung zeigte der Chef zwei Reihen gelber Zähne und hörte sich gelassen die Berichte der anderen Teilnehmer an; er schien heute wirklich zufrieden. Mit einer bedächtigen Bewegung griff er schließlich unter den Tisch und legte einen braunen Aktenkoffer vor sich auf die Platte. …
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