Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Im gewohnten Ritual öffnete er ihn und verteilte den Inhalt an die Anwesenden, dicke braune Couverts. Ohne Anzeichen von Gemütsbewegung steckte ein jeder seinen Anteil ein, keinen Blick auf seinen Nachbarn verschwendend.
„Was ist mit diesem … diesem Sinclair, Mr. Smith?“ fragte der Chef plötzlich, während er den Koffer zurück auf den Boden stellte.
Ein graumelierter Mittvierziger verstaute eben seinen Umschlag in der Innentasche seines Anzugs, schaute auf, zögerte kurz und nickte:
„Die Aktion ist vorgestern planmäßig erledigt worden.“
„Gut! Das ist sehr gut.“
Auch ‚Mister White‘ nickte wohlwollend, es schien, als hätte er an diesem letzten Fall ein ganz besonderes, ein persönliches Interesse. Kleine Lachfältchen zeigten sich am Rande seiner Augen, genießerisch benetzte seine Zunge die fleischige Oberlippe, Freude machte sich breit in seinem roten Gesicht. Mit der linken Hand strich er sich das fettige Haar aus der Stirn und erhob sich grinsend.
„Ich denke“, sagte er abschließend, und seine Finger führten die Zigarre zum Mund, dicker Rauch ließ sein Gesicht fast verschwinden, „wir können mit unserer Arbeit zufrieden sein, meine Herren, nicht?“
Vereinzel hoben und senkten die Anwesenden bestätigend ihre Köpfe, schließlich standen sie wortlos auf und gingen. Damit war das kurze monatliche Treffen beendet.

***

    Schwer lastete die Müdigkeit auf seinem Körper und auf seinem Geist, schier unmöglich war es ihm, sich von den Fesseln dieser zähen Mattigkeit zu befreien. Kaum, daß er gewillt war, die Augen zu öffnen, kaum, die Helligkeit zu ertragen, die seine Verwirrung erst auslöste. Benjamin döste in einem Halbschlaf, hervorgerufen durch die Narkose aufgrund der langen Operation, befand sich in einer nicht enden wollenden Aufwachphase, widersetzte sich hartnäckig allen Bemühungen der Ärzte und Krankenschwestern, ihn wieder vollständig ins Reich der Lebenden, der Wachen, zurückzuholen.
Andererseits hatte diese quälende Unruhe von ihm Besitz ergriffen, riß ihn hin und her zwischen Licht und Dunkelheit, setzte eine perpetuierende Motorik bei ihm in Gang, weitestgehend von seiner Wirbelsäule gesteuert. Der Patient focht einen Kampf, bei dem er selbst nicht wußte, ob er denn nun schlafen wollte oder aufwachen. Stundenlang dämmerte er dahin, fühlte sich sicher gebettet auf der weichen Unterlage, verspürte weder Hunger noch allzu großen Durst, als sich zum wiederholten Male eine kühle Hand auf seine Stirn legte. …
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