Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
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… 
  Eine der Türen öffnete sich, herein kam ein untersetzter Mann von etwa 60 Jahren, der am runden Kopfende des Tisches Platz nahm. Der Chef hatte fettiges, rotbraunes Haar, ein gerötetes, aufgedunsenes Gesicht und hielt in der rechten Hand eine dicke Zigarre. Der ihm am nächsten Sitzende schob mit einer automatischen Bewegung einen gläsernen Aschenbecher in seine Richtung. Wortlos legte der Zuspätgekommene seine Hand daneben und drehte sein rauchendes Utensil auf dem breiten Rand so lange, bis die Asche kreisrund war und geformt wie ein Kegel. Dabei beobachtete er die Runde aufmerksam. Er schien jede Menge Zeit zu haben. Im Gegensatz zu den anderen Anwesenden war er nicht so elegant gekleidet, sein abgetragener, karierter Anzug fiel ein wenig aus dem Rahmen. Offenbar legte er keinen großen Wert auf distinguierte Kleidung, sein dürftiges Äußeres wurde aber durch sein enormes Selbstbewußtsein mehr als wettgemacht.
Am heutigen Abend wurden, wie an jedem letzten Dienstag eines Monats, Gelder ausbezahlt, Gelder, die von den Casinos des Landes entrichtet wurden. Es waren durchweg freiwillige Spenden, denn die Casinobetreiber wußten genau, daß sie ihren Obolus durch die Aktivitäten des Syndikates mehrfach wieder zurück bekamen. Nicht eine Spielbank gab es in England, die dem Syndikat diesen Tribut verwehrt hätte.
Das heißt, mitunter zeigte sich schon einmal ein Inhaber, der nicht gewillt war, die enormen Summen zu bezahlen, die das Syndikat monatlich forderte, aber die Organisation hatte bisher immer Mittel und Wege gefunden, auch den letzten Zauderer der Branche von der Notwendigkeit ihrer Existenz zu überzeugen.
Im Laufe der vielen Jahre ihrer Tätigkeit hatte diese Institution mehr als 80 Croupiers von den Tischen verbannt, Croupiers, die teils in die eigene Tasche gearbeitet hatten – manche alleine, andere mit Komplizen - die aber auch richtiggehend gegen das Casino spielten. Nur zwei von ihnen waren unversehrt geblieben. Die anderen trugen schwere Verletzungen davon, schwer genug, ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können. 18 Männer und zwei Frauen waren kurzerhand liquidiert worden.
   Die Beamten von Scotland Yard, die mit den Fällen betraut wurden, fanden nicht den kleinsten Hinweis auf organisierte Kriminalität. Keines der Todesopfer war jemals ausgeraubt worden, es gab keine Verwandtschaft untereinander, keine wie auch immer geartete Beziehung, nichts; mit Ausnahme der Tatsache, daß die Opfer allesamt Casinomitarbeiter gewesen waren. …
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