Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Auf diese Weise wollte die Gattin nicht nur in den Besitz der kostbaren Edelsteine gelangen, sondern auch, so hoffte sie, an die beachtliche Lebensversicherung. Nachdem der Ehemann diesen Mordanschlag wider Erwarten überlebt hatte, versuchte die Frau tatsächlich noch, die Versicherungssumme für den Verlust seiner Hand an sich zu bringen, was ihr beinahe gelungen wäre.
Der Gang eines ihrer enttäuschten Liebhaber zur Polizei führte letztendlich zur Anklage; im Überschwang der Gefühle hatte sie ihm davon erzählt. Die Beute hatte sich noch im Koffer befunden, und der lag versteckt unter dem Bett des Gebrauchtwagenhändlers.
Die Nervosität der Angeklagten steigerte sich rapide, als der Liebhaber aufgerufen wurde. Nach seiner Vernehmung durch den Staatsanwalt war der Fall so gut wie abgeschlossen. Denn seinerzeit konnte die Polizei am Tatort außerdem Betäubungsmittel und Spritzen finden, die eindeutig aus jener Apotheke stammten, in der die Ehegattin beschäftigt gewesen war. Anhand einer Seriennummer waren die Beamten darauf gestoßen. Dennoch leugneten die beiden Angeklagten bis zum Schluß.

   Zur Mittagszeit saß Patricia Hawkins in der Kantine des Gerichtshofes und trank eine Limonade, Hunger hatte sie keinen. Die Schilderungen zuvor, die abgetrennte Hand betreffend, hatten ihr jeglichen Appetit geraubt. Benjamin ging noch immer nicht ans Telefon, wie oft sie es auch versuchte, und ihre Sorge nahm rapide zu.
Während der weiteren Verhandlung, bei der es beinahe zu Handgreiflichkeiten gekommen wäre, mußte sie pausenlos an Ben denken, denn die Frage, ob sie selbst sich mitschuldig gemacht hatte an seinem Unglück, mußte sie ohne Zweifel bejahen. Und in ihrem Kopf gaben sich abgetrennte Hände und Finger ein Stelldichein. Was nur hatten sie mit ihm angestellt?
Hätte sie ihn nicht gebeten, für sie zu spielen, wäre nichts passiert. Hätte sie ihn nicht animiert, es wäre nicht zum Äußersten gekommen. Wäre sie doch nur zur Polizei gegangen, nachdem man sie in den Docks vor die Tür gebeten hatte, vielleicht hätte sie das Schlimmste verhindern können. Aber zur Polizei durfte sie nicht. Es wäre nicht auszudenken, wenn ersichtlich würde, daß sie in eine Spielbankaffäre verstrickt war. Das gäbe einen ungeheuren Skandal.
   Patricias Dienst endete an diesem Tag erst gegen 17 Uhr, und mehr als einmal mußte sie sich zusammenreißen, um ihre privaten Sorgen nicht auf jene Menschen zu projizieren, die sie heute zu beurteilen hatte. …
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