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…  Schließlich war Simeriotakis in Griechenland kein ungewöhnlicher Name und meine Story war um die 3000 Jahre alt. Ich schüttelte den Kopf...nein, das alles war nun doch zu unwahrscheinlich. Nicky war vom Sessel gesprungen auf dessen Lehne er vor sich hingedöst hatte und hatte sich auf den Boden gesetzt, von wo aus er mit mißtrauischer Miene beobachtete, wie ich durchs Zimmer raste. „Du hast recht,“ sagte ich, Nicky legte den Kopf schief, „es hat keinen Sinn, wenn ich mir den Kopf zerbreche. Ich muß es einfach laufen lassen und abwarten, was dabei herauskommt“ – oder mich ins Irrenhaus begeben – vervollständigt ich in Gedanken den Satz. Nicky hatte mir aufmerksam zugehörtund lief dann zielstrebig zu seinem Futternapf. Soviel dazu, daß Tiere verstehen, was man zu ihnen sagt. Lachend gab ich ihm etwas Trockenfutter. Immerhin hatte er mich abgelenkt. Ich beschloß, mir jetzt keine Gedanken mehr zu machen und setzte mich wieder in den Sessel vor dem Fernseher, wo mein Krimi sich bereits dem Schluß zuneigte. Danach begab ich mich mit einem meiner Liebesromane zu Bett, begleitet von meinem Kater, der sich wie immer am Fußende zusammenrollte und las, bis ich einschlief.

Höhle ohne Wiederkehr


Angelo ließ der düstere Bericht von Perikles keine Ruhe. Er konnte nicht erwarten, bis die Tage vergingen und er Elena wiedertraf. Er hatte ihr ein Perlenarmband gekauft, denn am Samstag, wenn sie sich treffen würden, war ihr fünfzehnter Geburtstag. Endlich war der ersehnte Tag gekommen und die Zeit schien nicht vergehen zu wollen. Als sich endlich die ersten Sterne am Himmel zeigten, schlich sich Angelo durch die mondbeschienenen Säulen des Tempels und durch die dunklen Gärten. Endlich hatte er ihren Treffpunkt im Olivenhain erreicht. Elena war heute schon vor ihm gekommen, stand an einen der Olivenbäume gelehnt da und sah zu den Sternen empor. Angelo blieb stehen und tat einen tiefen Atemzug. Sein Herz zog sich vor schmerzlicher Liebe zusammen während er das Bild auf sich einwirken ließ. Ein lauer Wind ließ das durchscheinende weiße Gewand des Mädchens flattern und zerzauste auch ihr dunkles Haar. Der Glanz der Sterne spiegelte sich in ihren zum Himmel erhobenen Augen und der silberne Mondschein umfloß wie leuchtender Nebel ihre Silhouette. Angelo wußte, daß er dieses Bild nie mehr vergessen würde. Es würde für immer in seinem Herzen sein, egal ob seiner Liebe Erfüllung gegönnt sein würde, oder ob der tödliche Einfluß des Minotaurus sie zerstören würde. …
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