Eine groteske Verwandlung
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
Kapitel XXI
Kapitel XXII
Kapitel XXIII
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…  Ich hätte das Bewußtsein verloren, erzählt sie, danach habe man mich hierher zurück gebracht, weil der Versuch nicht mehr durchgeführt werden konnte. Ich nicke schwach, bin aber auf dem besten Wege mich zu erholen. Bald schon klettere ich hinauf auf mein Lager und lege mich auf den Bauch, in dieser Position kann ich Susanne besser beobachten und mich dennoch ausruhen. Mit ausgestrecktem Arm bitte ich um das Wasser, sie reicht es mir und erhält eine sanfte Berührung ihres Armes als Dankeschön. Kühl rinnt das Naß in meine Kehle und – unten wieder hinaus. Offenbar habe ich keine Kontrolle über meine Blase, was mich jedoch nicht im geringsten stört. In meinem derzeitigen Gemütszustand dürfte mich nichts, aber auch gar nichts in irgendeiner Form berühren.

   Susanne hat es bemerkt und wundert sich plötzlich darüber, daß mein Käfig immer so sauber ist. Ich deute auf den Flur, wo sich die Toiletten befinden. Erstaunt öffnet sie ihren Mund und nickt mir wissend zu. Sie hat sich schon so etwas gedacht. Auch die nächste Dose läuft durch mich hindurch, wie durch einen Trichter.

Womit wir schon bei den ersten Nebenwirkungen angelangt wären, die das Medikament hervorruft und über die uns der freundliche Apotheker hilfsbereit aufklären wird; über die tatsächlichen Risiken wird er sich ausschweigen. Ich bezweifle jedoch, daß dieses Medikament jemals in den Handel gelangen wird.

Ich bin ein wenig müde, zeige es der Frau und sie läßt mich alleine, nachdem sie mir noch freundschaftlich den Arm drückt. Den Honig werde ich später essen.

 

 

Kapitel XVIII


   Wie es aussieht, habe ich einige Tage Ruhe, die es zu nutzen gilt. Die stets hilfsbereite Susanne hatte vorgeschlagen, wir sollten uns auf ein Wagnis einlassen. Es besteht darin, gemeinsam in das Göttinger Institut einzudringen, um völlige Klarheit über meine Gene zu erhalten; und über die Machenschaften dieses Prof. Hardenberg, des Nobelpreisträgers, des Wohltäters der Menschheit. Dazu bin ich sofort bereit.  

 

   In der heutigen Nacht hierher nach Göttingen zu kommen, war eine Sache. In das Institut hineinzugelangen, ist eine andere. Nach relativ kurzer Fahrzeit, bei der ich mich auf dem Rücksitz ihres kleinen Wagens vor neugierigen Blicken verborgen hielt, haben wir den Stadtteil erreicht, in welchem das Institut beheimatet ist. Aber dieses Gebäude liegt keineswegs außerhalb. Direkt gegenüber befindet sich das hellerleuchtete Klinikum, und dort herrscht trotz der späten Stunde reger Betrieb. …


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