Eine groteske Verwandlung
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
Kapitel XXI
Kapitel XXII
Kapitel XXIII
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…  Ich rieche den Pulverdampf, mit dieser Waffe wurde auf mich geschossen. Mir wird heiß. Mit einemmal bin ich wieder im Kongo, umringt von Wilderern.

„Ist er noch da?“ fragt eine Stimme aus dem Hintergrund.

„Ich weiß es nicht“, antwortet der Mann am Fenster, „ich kann nichts erkennen, das Licht blendet. Mach es aus!“

   Kurz darauf wird es finster in dem Zimmer, der Beamte lehnt sich weit aus dem Fensterrahmen, starrt nach unten, kann aber nichts sehen, denn die tödliche Gefahr sitzt über ihm. Und ich zögere keinen Moment. Ein kleiner Schwung, schon sitze ich wieder auf dem Fenstersims, ergreife die Waffe des Mannes, will sie wegwerfen, aber weil er sie festhält, ziehe ich ihn wie eine Puppe aus dem Fenster. Erst im Fallen läßt er die Pistole los, und nun stürzen beide, Pistole und er, aus dem dritten Stock zu Boden. Dumpf schlägt der Mann auf dem Rasen auf und bleibt reglos liegen.

Schon stehe ich im dunklen Raum, aufrecht, sehe deutlich die Waffen in den Händen seiner drei Kollegen auf mich gerichtet, die jedoch zögern. Die Aktion eben ging so schnell vonstatten, daß sie annehmen müssen, es ist ihr Kollege, der da im Dunkeln vor ihnen steht. Diese Verwirrung nutze ich aus.

Wie eine Stahlfeder springe ich den mir am nächsten Stehenden an und schleudere ihn gegen eine Wand, wo er benommen liegenbleibt; seine Waffe werfe ich aus dem Fenster. Mit hoher Geschwindigkeit husche ich durch den Raum, greife den zweiten Mann an und schlage ihm die geballte Faust an die Schläfe. Er sackt in sich zusammen, da löst sich ein Schuß. Die Kugel stammt aus seiner Waffe, geht mir knapp am Bauch vorbei, trifft aber den verbliebenen dritten Kollegen in die Brust. Der sinkt zu Boden, erstickende Laute dringen aus seiner Kehle, seine Waffe gleitet ihm aus der Hand. Weil ich Schußwaffen nun mal nicht ausstehen kann, fliegen sie alle durchs Fenster, und in meiner Raserei bin ich dicht davor, den ohnmächtigen Schützen hinterher zu werfen, beherrsche mich gerade noch.

Stattdessen sehe ich mich um in der Dunkelheit des Büros. Drei Polizeibeamte liegen am Boden, zwei von ihnen ohne Besinnung, der dritte schwerverletzt. Auch aus meinem linken Ärmel sickert ein dünnes Rinnsal von Blut, aber das behindert mich nicht. Aus dem Schrank blinzelt schüchtern der Wachmann heraus, der unverändert auf seinem Rücken liegt. Viel hat er von dem kurzen Kampf nicht mitbekommen.

Als erstes schließe ich die Schranktür aufs neue; dieser Kerl nervt mich. …


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