Rien ne va plus
Seite 192 von 262

Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
Spannungskurve: Lesen & bewerten
Wertung der anderen Leser:
Leserwertung
Spannungskurve
Anzahl Leser
zu wenig Daten
73 % gelesen
A     A     A
…  Das konntest nur du sein! Mein Vater, der übrigens nichts unversucht gelassen hat, mich für die Organisation anzuwerben, war es auch, der mich von der bevorstehenden Aktion im Hafen nach unserer Rückkehr von Cardiff unterrichtet hat; er wußte damals noch nichts von unserer Beziehung. Ich bin in jener Nacht sofort zum Dock gefahren und habe mein Mögliches getan, das Schlimmste zu verhindern. Diesem Umstand hast du es letztlich zu verdanken, daß du deinen unbezahlbaren Mittelfinger heute noch besitzt!“
Sie machte eine kurze Denkpause, bevor sie reuig fortfuhr.
„Nach allem, was man dir angetan hat, war es mir nicht möglich gewesen, dir schon am Krankenbett die ganze Geschichte zu erzählen. Ich habe es versucht, glaube mir, mehr als einmal. Es war so schwer, Benjamin, so unsagbar schwer.“
Während ihrer Erzählung war Ben im Zimmer auf und ab gegangen. Plötzlich stand auch Patricia auf und ging ins Bad. Kurze Zeit später kam sie zurück und setzte sich wieder. Ihr Make-up war nachgebessert worden, Ben vermutete, daß sie geweint hatte. Aber von den Tränen war nichts mehr zu sehen. Unbeirrt setzte Patricia ihre Beichte fort.
„Schon vor deiner Abreise war vom Syndikat nicht mehr viel zu hören, außer von zwei seltsamen Begebenheiten, die sich kurz hintereinander ereignet haben. Vater hatte ein Zusammentreffen mit einem Mann, den er wohl einst hinter Gitter brachte. Sie haben ihn in einem Fluß in der Nähe von Cambridge gefunden, bis zum Hals im Wasser, festgebunden an einen Rollstuhl, beide Füße einzementiert. Er hat bei dieser Aktion einen Nervenschaden erlitten, konnte seinen Beruf nicht mehr ausüben und wurde vorzeitig in Pension geschickt.
Ein weiteres Mitglied der Organisation, einen Zahnarzt, fand man kopfüber an einem Seil hängend unter einer Brücke in den Chiltern Hills. Der Mann ist ebenfalls ein nervliches Wrack. Weder mein Vater noch dieser Mr. Hargreaves konnten Angaben machen, wer sie in diese peinliche Lage gebracht hat.“
Nun fiel der prüfende Blick der Richterin auf Ben.
„Du hast nicht zufällig etwas mit diesen Geschichten zu tun, Benjamin?“
Ben war mitten im Raum stehengeblieben und schaute wieder auf den Balkon hinaus. Ein Schwarm Tauben flog gerade im Verband über die bunten Dächer, formierte sich wie ein grauer  Kinderdrachen. Ben sah ihm hinterher und sagte leise:
„Selbstverständlich war das mein Werk, und es war notwendig. Ich lasse mir diese Ungerechtigkeiten nicht gefallen. Ich habe diese beiden Männer nicht verletzt, nur erschreckt, so wie sie mich erschreckt haben. …
Diese Seite hat mir gefallen - weiter lesen
...war OK - weiter lesen
...sollte überarbeitet werden - weiter lesen
  ◄ zurück blättern  
Beurteilen Sie den Text bitte fair.
Ihre echte Einschätzung hilft dem Autor seine Texte zu verbessern.
3243 Leser seit 1. Jan. 2026 für diesen Abschnitt

Noch kein Kommentar zu dieser Seite.
Sei der Erste!
Gedankenaustausch: Hinterlasse dem Autor einen Kommentar.

Bitte Sicherheitskode links abtippen.