Kuppeln ist mein Gewerbe
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Kuppeln ist mein Gewerbe
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…  Plappernd kommt sie mir auf dem Weg zum Haus entgegen. Ich hab’ vielleicht ein Wochenende gehabt. Dirk ist sauer, Dirk kontrolliert mich, die Neue macht ihm Ärger.” Pflichtbewusst wie Vera ist, hatte sie bereits am Freitag vom gemeinsamen Konto meine Dienstleistungsgebühr abgehoben. Lastschrift oder Überweisung wollte sie unter keinen Umständen, so etwas müsse sie bar bezahlen, denn Dirk sollte natürlich nicht wissen, wofür sie diesen Betrag ausgegeben hatte. Seine Großzügigkeit war nämlich nun gar nicht mehr so großzügig, und dass es für Geschenke für die Nichten und Neffen, für Petersilie und Putzmittel gewesen sein sollte, hätte sie ihm nicht glaubhaft und ohne dass er in Rage gekommen wäre, versichern können. Die `Neue` hatte ihn an den Wochenenden entsprechend aufgewiegelt und es sah nun gar nicht mehr so aus, als ob der Fall Wegener ./. Wegener noch einvernehmlich hätte entschieden werden können. Vera blieb stur. Jahrelang hatte der schöne Dirk von ihr gelebt und jetzt hatte sie das Geld mit dem Gedanken “Seins ist auch Meins” vom gemeinsamen Konto abgehoben, obwohl ihr eigenes Konto mit Sicherheit auch noch mit einem beträchtlichen Vermögen ausgestattet war.

Ganz schnell wollte sie zuerst das Geld loswerden, danach war ihr leichter. Einen herrlichen, frischen Zuckerkuchen hatte sie außerdem noch bei sich. Ob ich den Kaffee dazu stiften würde? Sie habe noch nicht gefrühstückt. Natürlich gab es den Kaffee und wir ließen es uns gut gehen.

Auch Timmi bohrte und bohrte. Am Freitag, am Samstag und immer wieder 
“Wo warst du nur? Sonst bist du immer hier, wuselst im Haus, wartest auf mich und ich habe ständig ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht da bin, wenn du mal da bist.” Vera war in richtigen Erklärungsnöten. Timmi wäre genauso gern wie sie in Italien geblieben und nicht in der Lüneburger Heide ausgesetzt worden und so half sie sich mit der halben Wahrheit: “Ich habe eine Frau kennen gelernt und mit der habe ich mich getroffen.” Timmi war schockiert: “Mama, doch bitte keine Frau, du bist so schön! Kannst du dir nicht einen Kerl suchen?” Vera lachte und nachdem Timmi sein Indianerehrenwort gegeben hatte, erzählte sie ihm die ganze Geschichte. Timmi war beruhigt und froh. Am liebsten wäre er jetzt auch mit zu mir gekommen, doch die Schule rief.

Obwohl Vera auf meinen Partnervorschlag neugierig war, fragte sie nicht viel. Chic, wie ich sie beim ersten Mal kennen gelernt hatte, diesmal in Hellbeige, toll zu ihrer Italienbräune, duftend und ausgeruht, wurde sie dem Typ Frau gerecht, zu der jeder Mann mindestens dreimal hinsieht. …
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