Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Jeder Richter hätte Verständnis für dieses Kavaliersdelikt. Es gab wohl kaum Menschen mit einem derart gefestigten Charakter, die eine solche Summe ablehnen würden. Mit einemmal wurde der Orientale sehr nachdenklich.
„Woher weiß dieser Kerl, daß es möglich ist, ihn an deinem Tisch gewinnen zu lassen, Benjamin?“
Das war eine überaus wichtige Frage, die Ben schon seit dem Gespräch mit dem geheimnisvollen Anrufer beschäftigte. Eine Antwort darauf hatte er noch nicht gefunden. Es gab nur wenige Personen, die sein Geheimnis kannten. Sadde, Cheikh Rahman, Ben selbst, Patricia, und  - mit Einschränkungen - der junge Schotte Sean, der es ihm ständig gleichzutun versuchte, ein weiterer Kollege, und letztendlich die unglückliche Julie, die ihren Finger eingebüßt hatte. Damit erschöpfte sich die Zahl der Mitwisser. Woher also hatte dieser Mann Kenntnis von Bens Talent? Diese Frage bereitete Benjamin in den nächsten Tagen erhebliches Kopfzerbrechen. Und allmählich kam er zu dem Schluß, der Maulwurf sei in den eigenen Reihen zu suchen. Das war sehr bedauerlich, vor allem deswegen, weil er dagegen machtlos war.

   Am Abend stand Ben an seinem Tisch und ließ die Elfenbeinkugel rollen. Er fühlte sich heute nicht ganz wohl in seiner Haut, und das hatte einen simplen Grund: Patricia hatte telefonisch ihr Kommen angekündigt. Mit Engelszungen hatte er versucht, sie zu überreden, Abstand davon zu nehmen, sie aber ließ sich nicht abweisen. Dabei war ihr Anliegen völlig klar, sie wollte versuchen, eine alte Beziehung wieder aufleben zu lassen, ihre erkaltete Freundschaft wieder anzuwärmen – zum Zwecke der Bereicherung. Ben hatte ihr erklärt, dies sei nutzlos. Irgendwie wollte sie ihm nicht so recht Glauben schenken und sagte am Schluß ihres Gesprächs:
„Ich werde mich an deinen Tisch setzten und die Zahl Null belegen, wie in alten Zeiten. Wenn du deine Meinung ändern solltest, laß mich einfach ein wenig gewinnen. Wie in alten Zeiten.“
Und nun erwartete er ihr Erscheinen. Auch Sadde war informiert, für den Fall, daß es zu Peinlichkeiten kommen sollte. Die Uhr zeigte bereits nach Mitternacht, aber von Patricia, der Nachtschwärmerin, war noch nichts zu sehen. Allmählich keimte bei Ben die Hoffnung auf, sie könnte es sich doch noch anders überlegt haben.
Heute erklang an seinem Tisch der Gong. Zusammen mit seinen Kollegen hatte Benjamin viel zu tun, dennoch fielen die beiden ihm auf: Ein Ehepaar im fortgeschrittenen Alter saß seit geraumer Zeit bei ihm am Tisch, und während sie auf schwarz setzte, legte er seine Jetons auf rot. …
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