Rien ne va plus
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Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Kapitel X
Kapitel XI
Kapitel XII
Kapitel XIII
Kapitel XIV
Kapitel XV
Kapitel XVI
Kapitel XVII
Kapitel XVIII
Kapitel XIX
Kapitel XX
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…  Janet liebte die Oper über alles, und mitunter, wenn sie gut aufgelegt war, sang sie sogar selbst einige Takte aus einem Werk, das ihr gerade in den Sinn kam. Sie besaß eine wunderschöne Stimme. Manchmal summte sie Kinderlieder, die nach unten gerichtet waren, an ihren gewölbten Bauch - Janet Sadde war jetzt im sechsten Monat, und beide Eltern freuten sich unsagbar auf das Kind. Noch bevor sie Ben fragen konnten, hatte er durchsickern lassen, liebend gerne für eine Patenschaft zur Verfügung zu stehen; damit hatte er seine Freunde außerordentlich glücklich gemacht.
   Mittlerweile machte sich auch Ben Sorgen. Tareb war ein zuverlässiger Mensch, sowohl bei der Arbeit als auch im Privatleben, und für Ben war es unvorstellbar, daß er des nachts nicht nach Hause gehen würde. Benjamin versicherte Janet, er werde sich persönlich um den Verbleib seines Freundes kümmern.
Sofort rief er die Kliniken der Stadt an und im Anschluß Lt. Robart, aber nirgendwo wußte man etwas über den Verbleib dieses Mannes. Ein denkbar ungutes Gefühl überkam Ben. Ein Empfinden, als fehle ein Stück seines eigenen Körpers; er konnte nur nicht sagen welches. Vielleicht war Tareb etwas zugestoßen. Er rief Janet an, teilte ihr seine Erkenntnisse mit, versuchte, sie zu beruhigen. Aber so recht wollte es ihm nicht gelingen, denn er konnte sich selbst nicht beruhigen.

***

   Nur wenige Menschen befanden sich zu dieser frühen Stunde am Themseufer in Greenwich, bunte Bänder waren gespannt, gestreifte Absperrungsmarkierungen, wie man sie bei Unfällen benutzt. Unangenehm kalt blies der Wind vom Wasser herüber, für die Spaziergänger gab es nicht viel zu sehen, schnell verloren sie das Interesse und gingen weiter. Am Flußufer machten sich einige Polizisten zu schaffen, schienen etwas zu suchen. Plötzlich erschien ein Taucher an der Wasseroberfläche, nahm das Atemgerät aus dem Mund, die Taucherbrille ab und schüttelte den Kopf. Direkt am Gestade lag ein weißes Leintuch ausgebreitet, und bei näherem Hinsehen konnte man darunter undeutlich Konturen eines Körpers ausmachen. Kein angenehmer Anblick. Daneben stand ein Beamter in Uniform, ein Mann in Zivil kniete, neben sich eine Tasche.
   Rasch näherte sich auf der Uferpromenade ein dunkler PKW, stoppte und zwei Männer stiegen aus. Zielstrebig, aber ohne Hast, gingen sie zum Fluß hinunter, vor dem weißen Tuch blieben sie stehen. Der Zivilist hob das Tuch an. Die beiden Männer traten näher, betrachteten den leblosen Körper. …
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