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…  Der Atem stach in der Lunge. Im ganzen Raum war ihr rasselndes Keuchen zu hören. Mund und Augen weit aufgerissen, vom Schock gelähmt. Automatisch tastete sie neben sich. Gott sei Dank, er war hier, er saß direkt neben ihr. Jetzt legte er einen Arm um ihre Schulter und zog sie an sich. „Ist ja gut, Lena, es war nur ein Traum.“ -
Sie schluchzte, konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. „Ich möchte, dass das aufhört, Ben!“ -
Dieser strich ihr zärtlich über den Kopf. „War es wieder...“ -
Lena nickte. -
Er drückte sie fest an sich. „Irgendwann wird es aufhören, irgendwann, wenn du dich wieder an alles erinnern und die Wahrheit kennen wirst.“ -
Lena blickte an ihrem Körper hinunter. Sah jede einzelne der verheilenden Narben auf ihrer Haut. „Was würde ich nur ohne dich machen? So viele Male... Wie soll ich dir für diesen Trost danken? Jedes Mal!“ -
Ben winkte ab. „Du hast mich schon oft genug aus meinem eigenen Alptraum zurückgeholt. Das ist dann wohl das Mindeste, was ich auch für dich tun kann.“ -
Lena nickte wissend. Dann sah sie ihn an. Seine Schulter wies noch immer einige Deformationen auf. Sie zog ihn an sich und küsste seine Narbe. „Ich liebe dich auch, Benjamin.“

The taste of love is sweet
When harts like ours beat
I fell for you like a child
Ooh, but the fire went wild

I fell in to a burning ring of fire
And the flames weren't higher
And it burns, burns, burns
The ring of fire, the ring of fire
Johnny Cash



Nachwort


An das, was in dieser verhängnisvollen Nacht, ihrer ersten gemeinsamen, vor über einem Jahr tatsächlich geschehen war, konnte sich keiner von beiden mehr präzise erinnern. Nur Fragmente drangen immer wieder alptraumhaft verzerrt bis an die Oberfläche des Bewusstseins.
Mit jeder vergangenen Nacht verschwammen die Ereignisse mehr zum Surrealen. Aber vielleicht war auch das ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers.
Das Einzige, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststand: Sie zwei waren wohl die einzigen Überlebenden eines der gewaltigsten, innerstädtischen Großflächenbrände, wie es sie seit dem Mittelalter nicht mehr gegeben hat. Die Ursachen dafür sind bis jetzt noch immer ungeklärt.
Vielleicht werden Lena und Benjamin irgendwann einmal den Mut aufbringen, mit anderen über die zurückliegenden, in der Erinnerung verschwimmenden Ereignisse zu sprechen.
Und was dann?
Aber noch ist es nicht soweit! Noch nicht!

ANTHONY TINAMIS

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1 Kommentare online.
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Jana schreibt: 04. 02. 2026 18:29
Oage Gschicht! Hat ma vui daugt :) Geiles Ende! Danke für die coole freaky Stoy! LG

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