Kuppeln ist mein Gewerbe
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Kuppeln ist mein Gewerbe
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…  Es soll der schönste in der ganzen Gegend sein. Das Glockenspiel in der Kirche ist weitbekannt und morgen, am 23. Dezember, war die letzte Möglichkeit, aber vorher wollen sie unbedingt noch zu Mäxchen ins Krankenhaus. 

Susanne und Vera hatten am Sonntag einen anstrengenden Tag im Krankenhaus hinter sich. Schweigend gingen sie zum Parkplatz. “Susanne, du kannst nicht immer nur hier im Krankenhaus sitzen. Bitte, komm doch Dienstagabend mit uns mit. Timmi und ich möchten über den Weihnachtsmarkt gehen, ein bisschen Weihnachtsatmosphäre schnuppern.” Vera lockte mit kandierten Äpfeln und Zuckerwatte und Susanne musste nicht überredet werden, sie freute sich. 

Ein kalter Wind fegte über den Parkplatz, und bevor die beiden in ihre Autos stiegen nahm die große Vera die kleine Susanne in den Arm. “Komm gut nach Hause, dann bis Dienstag.” 

Dienstag, später Nachmittag. Wieder ein früher Wechsel zwischen Tag und Nachtschwester. Dieses Mal kamen drei kleine Abendbrottabletts und Tee und für Maximilian wieder eine neue Infusionsflasche zur Nacht. 

Der Arzt und die Apparate sagten, dass es Mäxchen gut ginge. Susanne, Vera und Timmi saßen an Mäxchens Bett. Leise öffnete sich die Tür. Joachim war gekommen. Er erstarrte, wurde erst blass, dann rot und fing an zu brüllen. Tatsächlich brüllte er hier im Krankenhaus. “Das darf doch wohl nicht wahr sein. Maximilian ringt um sein Leben und ihr macht hier auf Familienzusammenführung.” Lautlos hatte sich die Krankenschwester hinter Joachim gestellt und mahnte mit kraftvoller Stimme: “Herr Klaus, ich darf doch sehr bitten, im Treppenhaus werden Weihnachtslieder gesungen, Ihre Stimme übertönt die festliche Atmosphäre.” Bedrohlich stand er in der geöffneten Tür bis die kleine, zierliche Susanne sich vor ihm aufbaute: “Joachim Klaus, wenn du brüllen willst, geh in deinen verdammten Wald, du” ganz tief holte sie Luft “du Waldschrat, du.” Der Arzt musste Joachim eine Beruhigungsspritze geben, und der Weihnachtsmarkt wurde nicht besucht.

Vera und Timmi waren gerade zu Hause, als das Telefon klingelte. Es war Joachim. Er hat einfach Schluss gemacht. 
Vera hatte aufgehört zu reden. Was wollte sie jetzt von mir? 

Ganz schnell kam sie auf den Punkt. Sie hatte sich ihren Vertrag durchgelesen: 
“Die Dauer der Betreuung und Dienstleistung beträgt zwölf Monate oder bis zum endgültigen Erfolg.” Zwölf Monate seien noch nicht herum. Vera wollte einen neuen Partnervorschlag. …
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