Kuppeln ist mein Gewerbe
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Kuppeln ist mein Gewerbe
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…  Horst mit seinem Fanclub. Wie auch sonst zupfte er an meinem Arm. Eine neue Brötchensorte habe er, ganz toll, mit vielen Körnern, frisch und herzhaft. Wenn er nach Hause fährt, würde er mir welche vorbeibringen. Zeit solle er sich lassen. Erst müsse ich noch zu Florian. Er ist der Gärtnermeister und hat direkt gegenüber von der Tankstelle seinen Betrieb. Mein Rosenspritzmittel war verspritzt und nur bei Florian bekam ich das mit dem Blattverstärker. Beim Rosenspritzen dachte ich immer an die Werbung für die schlammartige Gesichtsmaske. Zwanzig Minuten hässlich für zehn Tage schön. Die Rosen waren nach dieser Prozedur zwei Tage hässlich und eine Saison lang schön. Lederartig glänzende Blätter waren die Belohnung für zwei Tage weißbestäubte Hässlichkeit und nach intensiver Besprengung war alles wieder abgewaschen. 

In trauter Zweisamkeit saßen die beiden dort. Florian und Joachim. Entwürfe und Prospekte über dem großen Arbeitstisch verteilt. Trotzdem ließen sie sich von mir stören. Der Teich sollte neu angelegt werden, verschlammt und versandet war er. Die Fische sollten raus. Er sollte zum Schwimmen geeignet sein, mit einer großen, flachen Stelle für Kinder zum plantschen. Maximilians Therapeut hatte tägliches Schwimmen verordnet. Gut ginge es ihm, erzählte Joachim. Für die nächsten Wochen sei er bei seinen Großeltern zu Besuch. Ich ließ mich über die gute Nordseeluft aus, bis Joachim den Kopf schüttelte. Nein, bei den anderen Großeltern sei er, im Süden, im Badischen und auch diese Luft würde ihm bestimmt gut tun. Es war nicht der richtige Zeitpunkt, um weitere Fragen zu stellen und Joachim war froh, dass ich es nicht tat. 

Eine Tüte Spritzmittel wollte ich kaufen. Florian meinte, zwei wären besser, eine könnte zu knapp sein. Reste würden bis in das nächste Jahr halten. Wenig hatte ich für die Pracht, die eine Saison lang alle erfreuen sollte, zu bezahlen. Ich war sicher, lange würde es nicht dauern, bis Joachim vorbei kam.

Horst hatte Würstchen essend mein Auto im Auge. Er konnte sehen, wann es Zeit war, mich zu verfolgen. Es gab gar keine neue Brötchensorte. Geflunkert hatte er und alle hatten es geglaubt. Etwas ganz anderes hatte er im Sinn, er wollte einen neuen Partnervorschlag. 
“Vera und du. Habt ihr denn keinen Kontakt mehr?” Ich wollte gern mehr wissen. “Doch” mir schien, dass ihm meine Frage unangenehm war, “wir haben reichlich Kontakt, wir treffen uns oft und unternehmen viel. …
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