Kuppeln ist mein Gewerbe
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Kuppeln ist mein Gewerbe
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… ” Auch diese Stammkundin hoffte, mit Veras Hilfe den Reißverschluss über ihre Pfunde mogeln zu können. Es war erfolglos aber auch Vera blieb erfolglos, der Stammkundin diesen Kauf auszureden. In vier Wochen erst brauche sie dieses Kleid und bis dahin seien die Pfunde geschmolzen. Die Kundin wollte einfach nur reduzierte Ware. Ein Umtausch war ausgeschlossen und für sie war es ebenso ausgeschlossen, dass sie nicht in vier Wochen in dieses Prachtstück hineinpassen würde. Vera konnte noch erfahren, dass sie es nicht geschafft hatte. 

Das Ladenglöckchen kündigt einen neuen Kunden an. Ein kurzer Blick von Vera. Ein Herr. Hellgrauer Flanell, sehr wahrscheinlich Maßarbeit  nur eine Seite sah sie von ihm  er war mit den Auslagen um die Ecke beschäftigt. Sie würde sich also genug Zeit für die Stammkundin und das zu enge Kleid nehmen können.

Ein kleines Gespräch mit der Dame während sie das Kleid einpackte. Wie immer sorgfältig in mehrere Lagen Seidenpapier. Dann bezahlte die Kundin mit ihrem guten Namen. 

Der Herr im eleganten hellgrauen Flanell, flüchtig konnte Vera seinen Hemdkragen sehen, er sah nach reiner Seide aus, war noch immer mit den Auslagen um die Ecke beschäftigt. Nur noch verabschieden musste sie ihre Kundin, dann konnte sie sich Zeit für ihn nehmen. In ihrer Neugier wurde ihr die Zeit lang und so fragte sie ganz nebenbei: “Darf ich behilflich sein?” Flüchtig hatte sie beim Schließen der Tür an Joachim denken müssen aber undenkbar, so toll gepolstert und tailliert, das konnte nicht Joachim sein. Der Herr drehte sich um und sagte “Ja” und dann war es doch Joachim. Hellgrauer Flanellanzug, schwarzseidenes Hemd und die elegante Krawatte, hellgrau und schwarz gestreift. Wer hatte ihm dieses Outfit verpasst und wer hatte ihm diese Krawatte gebunden? Die noch nicht verheilte Wunde riss auf. Eine große, elegante, schwarze BoxcalfLedertasche stand zu seinen Füßen. Wollte er verreisen oder kam er von einer Reise zurück? Vera war auf das Schlimmste vorbereitet und das Blut drohte in diesem Moment in ihren Adern zu gefrieren. 

“Vera, hast du mich denn kein bisschen erwartet?” Es gab keine Antwort von ihr. Bleischwer waren ihre Beine und ihre Arme fühlten sich so lang an, dass sie nicht wusste, wohin mit ihren Händen. Ihre Augen waren bei Joachim. “Du musst mir behilflich sein, mit den Gardinen weiß ich nicht weiter, da kenne ich mich nicht aus.” “Hilfe, spinnt der, was mach ich nur, wo renn ich hin? …
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