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…  Sie hatte es im Gefühl, daß es Gitta war. Nachdem sie sich kühl gemeldet hatte, hörte sie am andern Ende Gitta tief einatmen; anscheinend mußte sie ihren Mut zusammennehmen. „Karena, i hab di müssa anruafa. I wollt dr saga, daß s mir loid tut wega Sonntag. Kannsch mr verzeia?“ Karena zögerte, da fuhr Gitta fort: „I hab von Micki erfahra, daß ihr mi gar net absichtlich drhoem (zuhaus) glassa hand, sondern mi net erreicht hand ond ....“ Karena unterbrach ihren Redefluß und sagte beruhigend: „Isch scho recht. Vergeba ond vergessa. S isch ja zum Glück net viel passiert. Außerdem hättad mr ja vor m Ausflug au bei dir vorbeigucka könna ond no maul schaua, ob d inzwischa dahoim gwesa wärsch.“ Schon wieder in ihre gewohnte Redensarten zurückfallend fragte Gitta frech: „Warom hasch da Capri überhaupt gschrottet? Dr Aschabecher war doch no gar net voll.“ Karena meinte flapsig zurück: „Hasch no net mitkriagd, daß ma dean em Notfall zum Ausleera au rausnemma kann?“ Bald darauf waren sie in alter Manier in ein langes Gespräch vertieft. Schon für den nächsten Abend verabredeten sie sich für`s Erste bei Gitta zuhaus. Candi hatte sich für dieses Wochenende frei genommen von den „Kindern und Keksen“, wie Karena sie drei gern selbst betitelte, und wollte eine geruhsame Zeit mit ihrem Paul verbringen.

Ein seltsamer Anruf


Der Freitagabend brach an und halbwegs gutgelaunt machte Karena sich auf den Weg zu Gitta. Sie war eben dort eingetroffen, als deren Telefon klingelte. Gitta meldete sich nach dem zweiten Läuten, machte ein langes Gesicht und legte gleich wieder auf. „Was war denn des?“ fragte Karena mit einem fragenden Blick auf das Telefon. Gitta erzählte relativ gelassen, während sie sich ihre Klamotten zusammensuchte, daß sie schon über längere Zeit immer wieder anonyme Anrufe bekäme. „Des hasch mr ja gar net erzählt.“ Sagte Karena überrascht. „Weil s mr ziemlich wurschd war,“ meinte Gitta, „weil, wer emmer des au isch, der ruft emmer zu humane Zeita an ond bis jetzt hat r no nia was gsagt.“ Kaum ausgeredet, schrillte das Telefon schon wieder. Gitta legte den Finger an den Mund, um Karena Schweigen zu heißen und erklärte, bevor sie den Hörer abnahm: „Manchmal hört ma n schnaufa (atmen).“ Gitta hob ab und stellte den Lautsprecher ihres Apparates an, damit Karena mithören konnte. Tatsächlich hörte man nichts außer leichtem Atmen am anderen Ende der Leitung. Plötzlich zuckten beide Mädchen erschrocken zusammen, als sie eine laute und deutliche Stimme hörten, die fordernd sagte: „Zieh di aus ond stell di ans Fenschdr. …
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