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…  „Mensch, d Mädla send ohne Auto underwegs! Wenn dia jetzt ebber (jemand) verfolgt ond vergewaltigt!“ Karenas Mama, die Candies und Karenas große Klappe zu Genüge kannte, entgegnete ungerührt: „Mama, wer dia verfolgt, verfolgt se höchschdens bis se zum ersta maul d Gosch aufmachad, dann sprengt (rennt) r so weit r sieht.“ Karenas Oma war zwar nicht gerade getröstet, gab sich aber mit der Antwort wohl oder übel zufrieden. Da die Mädchen ja alt genug waren, konnte man sie eh nicht bremsen. Candi und Karena fuhren per Autostop ins Dreary Night. Normalerweise wäre heute Candi gefahren, aber Paul hatte den VW-Bus gebraucht und so blieb ihnen nichts anderes übrig, als den Daumen rauszuhalten. Wenn sie ansonsten per Pedes unterwegs waren, gingen sie nur in Schnoida weg, wo sie alle Lokale zu Fuß erreichen konnten. Heute aber wollte Karena mal wieder in die Disco, die sie seit dem Klaus-Inferno geflissentlich gemieden hatte. Zum Glück – oder Unglück? – hielt ausgerechnet Rolli an und las die beiden auf. Nachdem er auf der Hüttenparty einige kalte Abfuhren von Candi erlitten und nun von Karenas „Pech“ erfahren hatte, konzentrierte er heute seinen geballten Charme auf sie. Dieser kam er natürlich bei ihrer momentanen „Liebe“ zu Männern gerade geschliffen. Rolli versuchte, sich über Karenas allseits bekannte Tierliebe bei ihr einzuschmeicheln. Er wußte, daß Karena ein Pferd, einen Kater und einen Katze besaß, also spekulierte er auf ihr Interesse an Tiergeschichten jeglicher Art. Nachdem er gemerkt hatte, daß sie sich auch höflich am Gespräch beteiligte, freute er sich schon über den errungenen Erfolg. Candi beobachtete mit stillem Grinsen die Vorgänge und wartete schon auf den Clou, der unweigerlich irgendwann kommen mußte. Irgendeinen Hammer würde Karena Rolli gewiß verpassen, denn ihre Miene wurde immer angespannter und gelangweilter. Als Rolli schließlich mit schmachtendem Blick zur Seite meinte: „Ach Karena, i wär so gern eins von deine Tiere.“ Antwortete Karena mit süßestem Lächeln: „Des glaub i weniger. Meine Tiere send nämlich alle kastriert.“ Rolli verschluckte sich an seinem Kaugummi und verbrachte den Rest der Fahrt in gekränktem Schweigen. Als sie das Dreary Night erreicht hatten, stiegen die beiden Mädchen aus und bedankten sch überhöflich bei Rolli der, inzwischen schon wieder der Alte, mit einer seiner tausend Hände auf Candis runde Rückseite klopfte. Während Candi halb warnend, halb amüsiert meinte: „Du gehsch mir auf d Eier, Rolli! …
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