Showtime
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Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
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…  Das Schicksal ging manchmal merkwürdige Wege. So war die Familie von Jessicas Mörder der ausschlaggebende Grund, warum sie schon nach nicht mal einem Jahr nach ihrer Verhaftung ein Leben in Freiheit führen durfte. 

Sie erinnerte sich noch gut an die Fahrt zum Polizeirevier. Ein junger mexikanischer Polizist hatte während der Fahrt neben ihr gesessen und sie immer wieder mit verstohlenen Blicken betrachtet. Gleichmütig ließ sie seine eingehende Musterung über sich ergehen und versuchte den Ekel in seinen Augen zu ignorieren. Der Mann tat nur seinen Job. Ihm war es egal, was sie zu der bestialischen Tat getrieben hatte. Sam konnte selbst kaum glauben, dass sie das Leben eines anderen Menschen so leichtfertig und brutal ausgelöscht hatte.
Irgendwann schloss sie die Augen und versuchte, ihren Kopf zu leeren und an gar nichts zu denken. Gesprächsfetzen aus dem vorderen Teil des Autos drängten sich in ihre meditative Stille. Sie spürte förmlich, wie weitere Augenpaare sie ansahen, als ob sie etwas Schleimiges wäre, dass aus irgendeiner Höhle gekrochen war und den Weg in die reale Welt gefunden hatte. Trotzig schob sie die Unterlippe vor. Sollten sie doch denken, was sie wollten. Das Schwein hatte sein Recht zu leben verwirkt, als er brutal das Licht ihrer geliebten Jessica auslöschte. Vom Beifahrersitz hörte sie geflüsterte Worte „So sieht doch keine Irre aus. Hast du gesehen, was sie mit ihm gemacht hat? Dazu ist doch kein normaler Mensch fähig.
Er war so zugerichtet ...“ der Mann räusperte sich heiser „... ich hätte ihn beinahe nicht erkannt. Der Chef wird außer sich sein. Eine solche Presse kann er sich kurz vor der Wahl nicht leisten.“ Die Antwort gab wohl der Fahrer, denn von Sams Sitznachbar war nach wie vor kein Ton zu hören. „Es wird wohl keine Gerichtsverhandlung geben, so wie ich den Chef einschätze. Wahrscheinlich wird er sie mit einem netten Betonklotz an den Füßen in irgendeinem See versenken, wenn er mit ihr fertig ist. Bei seiner Familie versteht er keinen Spaß.“ Der Sprecher lachte schrill. „Hey Lady, du hättest dir kein unpassenderes Opfer für deine Scherenspielchen aussuchen können, weißt du das?“ Sam versuchte, nach außen keine Gefühlsregung zu zeigen, doch das Mahlen ihrer Wangenknochen verriet dem aufmerksamen Betrachter, dass sie nervös ihre Kiefer zusammenpresste. Was hatte der Typ gesagt? Bei seiner Familie versteht er keinen Spaß? Sie lehnte ihren Kopf weit nach hinten gegen die Nackenstütze ihres Sitzes und betrachtete mit verzweifeltem Blick die schmutzig weiße Decke der Innenverkleidung des Autos. …
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