Showtime
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Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
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…  Gut möglich, dass das perverse Schwein mit einem Polizisten verwandt war. Nein, was hatte der Fahrer geantwortet? Bei seiner Familie versteht der Chef keinen Spaß. Scheiße, wahrscheinlich hatte sie den Lieblingsonkel des Polizeichefs gekillt. Ihre Zukunftsaussichten waren nicht besonders rosig. Auch die in Aussicht gestellte, nicht stattfindende Gerichtsverhandlung beunruhigte Sam sehr. Verzweifelt verbarg sie ihr Gesicht in den Händen und atmete tief ein. Die Handschellen klirrten leise. Sie roch immer noch sein Blut und seinen Urin auf ihrer Haut. Angewidert betrachtete sie ihre Hände. Vielleicht hatte sie ja eine Chance, sich auf Unzurechnungsfähigkeit herauszureden. In vielen Krimis, die sie gesehen hatte, waren die Angeklagten damit durchgekommen. Aber das wäre ihr wie ein Verrat an Jessica und ihrem qualvollen Tod vorgekommen und sie schob diesen Gedanken energisch bei Seite. Sie musterte den Polizisten zu ihrer Rechten. Der Mann war ziemlich jung, kaum älter als die 23-jährige Sam. Immer wieder warf er ihr verstohlene Blicke zu. Sobald Sam den Blickkontakt zu ihm herstellte, sah er aus dem Fenster und betrachtete die vorbeigleitende, nächtliche Stadt. 
Sam versuchte, sich zu erinnern, wo das Hauptquartier der Policia Investigadora Ministerial, der mexikanischen Ordnungshüter, lag. Stand es nicht außerhalb der Stadt? Sie versuchte, einzuschätzen, wie lange die Fahrt wohl noch dauern würde. Wahrscheinlich nicht länger als 15 Minuten. Wie deprimierend, eine Autofahrt, bei der niemand mit ihr sprach und sie alle für ein Monster hielten. Als krönender Abschluss erwartete sie ein cholerischer Polizeichef, dessen Verwandtschaft sie zu Tode gequält hatte. Ob sie den nächsten Morgen erleben würde? Sam lauschte dem eintönigen Singen der Reifen auf dem Asphalt. Plötzlich schien es ihr ungemein wichtig, noch einmal einen Sonnenaufgang sehen zu können. Sie kniff die Augen fest zusammen und versuchte, sich an den letzten zu erinnern. Aber da war nichts, sie kam sich ausgelaugt und schwach vor. Eine tiefe Müdigkeit überfiel sie. Aber sie konnte doch nicht die letzten Stunden ihres Lebens mit Schlafen verbringen, das kam ihr fast schon gotteslästerlich vor. Ja, der liebe Gott, der hatte sich spätestens in dieser Nacht von ihr abgewandt. Sam fühlte sich klein, einsam und verloren. Sie erwachte, als ihre Stirn unsanft Bekanntschaft mit der Nackenstütze des vor ihr befindlichen Vordersitzes machte. Durch die monotonen Geräusche und die geistigen und körperlichen Anstrengungen der Nacht war sie kurz eingenickt. …
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