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…  Die können uns gar nichts.“ Ein Gefühl von Freiheit durchströmte John. So hatte er sich noch nie zuvor gefühlt. Dankbar lächelte er Romy an, bevor sich ihre Münder wieder fanden, sie sich ganz eng an ihn schmiegte und die beiden zu einem Ganzen verschmolzen, dass größer war, als es jeder einzelne hätte werden können. Das Gefühl der Unbesiegbarkeit ließ Romy erschauern. Sie keuchte und schrie mit ihrer Lust auch all den angestauten Frust heraus. Ein Augenblick der sämtliche Lasten von ihr sprengte, die sie bisher wie ein Kokon am Boden gehalten hatten. Jawohl, sie konnte fliegen! Gemeinsam mit John würde sie da und niemand hielt sie jetzt noch auf. 
...
Schweiß perlte von ihrer Stirn. Erschöpft schnappte sie nach Luft. Noch immer außer Atem schmiegte er seine Wange an die ihre. Er musste nichts sagen, sie wusste es bereits. 'Das Beste, was ich je erlebt habe. Wir zwei gehören zusammen, könnten alles tun. Was haben wir schon zu verlieren?' 
Dann sah Romy ihn nachdenklich an: „Du hast es auch gespürt. Aber wie lange wird das andauern. Ein paar Tage, vielleicht sogar einen Woche?“–

John zerbrach innerlich, als er an den drohenden Prozess dachte. Er hatte sich stets bemüht, sich nie etwas zuschulden kommen zulassen und nun das hier. Verzweifelt klammerte er sich an Romy fest, als fürchte er, sie könne von einem Augenblick zum anderen verschwinden. Er biss ich auf die Lippe. „Nimm es nicht so schwer. Das Leben geht weiter.“–
Romy nickte bedrückt. Ja, das Leben würde weitergehen, aber konnte man das noch Leben nennen? Nichts war mehr so wie früher, nicht nach den letzten Minuten. Selbst wenn nicht der Arbeitsdienst da draußen auf sie warten würde. Sie wollte John nicht hinter sich lassen, wollte ihn nicht vergessen, basta!

Ein Tonsignal riss sie aus ihren Gedanken. 
„Sie haben wichtige Post“, verkündete eine wohlklingende Computerstimme. 
John rappelte sich auf und sah Romy an. „Was mag das wohl sein? So selten, wie ich Prioritätsmitteilungen  bekomme.“–
„Soll ich gehen?“–
Doch augenblicklich ergriff John ihren Arm. „Nein! Bleib. Bitte.“ Die Worte klangen heftiger, als er es beabsichtigt hatte. „Ich wüsste nichts, was ich vor dir verstecken müsste“, fügte er bedeutend sanfter hinzu und aktivierte die VidWall. Doch als er die Zeilen las wurde sein Gesicht bleich. Es handelte sich um eine Mitteilung seiner Vermietergesellschaft. „... und deshalb bitten wir sie aufgrund der aktuellen Umstände bis zum Ersten des nächsten Monats sowohl ihre Praxisräume als auch ihren Wohnbereich zu räumen. …
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