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… “ Sein Zeigefinger strich ihr eine rote Haarsträhne aus dem Gesicht, dann ergriff er ihre Handgelenke und stand auf. Ein Ruck durchlief sie, als ihr Oberkörper angehoben wurde. Lenas Oberarme legten sich an ihre Ohren und dann wurde der Rest ihres Körpers über den nassen Asphalt gezerrt.
Benjamin musste mehrmals fester um ihre Handgelenke greifen, damit sie ihm nicht entglitten. Dann zog er Lena wie einen nassen Mehlsack hinter sich her. Hoffentlich findest du dieses Hospital rechtzeitig, Ben, he, he.
...
Benjamin hätte nie damit gerechnet, wie weit zwei Querstraßen sein konnten. Im Auto wirkte das immer... Doch schließlich konnte er das grell rot leuchtende Kreuz sehen. Er schnappte nach Luft. Auch, wenn sich Lena so bedeutend leichter transportieren ließ, stand ihm der Schweiß auf der Stirn. Ben konnte es sich nicht erklären. Normalerweise hätte er so eine Anstrengung locker weggesteckt.
Vorsichtig bugsierte er Lena über die Bordsteinkante. „Du kommst zu spät, Bennie, he, he!“-
„Halt gefälligst die Klappe! Sie schafft das schon.“ Ben hatte längst seine Hemmungen vor dieser Unterhaltung verloren. Wer sollte ihn auch hören? So musste er zumindest nicht allein mit der Situation fertig werden.
Sollte er Lena lieber über den nassen Rasen oder den gepflasterten Weg zum Eingang ziehen? Sein Blick fiel auf die kurze Treppe, die zur Eingangstür hinaufführte. „Es tut mir so leid, Lena.“-
„Es ist sinnlos Ben, du kommst eh zu spät. Lass dieses Weibsbild liegen und versuche, wenigstens dich in Sicherheit zu bringen.“-
Ein salziger Tropfen rann ihm von der Stirn ins linke Auge. Es brannte, doch Ben ignorierte es. Wenn er Lena losgelassen hätte, wäre sie schließlich die Treppe hinunter gepoltert und er hätte von neuem beginnen können.
Die hässliche Stimme lachte nur. Als ob das noch einen Unterschied machen würde.
Benjamin fiel ein Stein vom Herzen, als er Lenas Körper durch die Tür des Empfangssaales zerrte. „Habe ich's dir nicht gesagt“, rief er triumphierend in die Dunkelheit. Seine Stimme hallte zwischen den Wänden hin und her. Er ließ Lena auf den Boden sinken und sah sich um, konnte sich selbst schon kaum noch auf den Füßen halten.
Ein Fenster mit Sprechöffnung, der Empfang, ein kleiner Tisch mit bunten Illustrierten umringt von Stühlen und einem Sofa. In der Ecke stand eine Pritsche mit weißem Laken und einer grauen Decke.
Wieso war es hier dunkel? Das sollte nicht so sein! …
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