Tiefdruckgebiet
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…  Welche Verschwendung! Zentner Papier stapeln sich auf seinem Schreibtisch und eigentlich interessiert ihn nur eine einzige Zahl, die er sich mühsam aus hunderten Daten heraussuchen muss.  Der Computer ist sein Feindbild und er unkt, dass sich diese Erfindung nicht lange halten wird weil sie viel zu verschwenderisch mit Zeit, eine Auswertung dauert  ewig, und Rohstoff, dem Papier, umgeht. Zusätzlich braucht es einen Computerspezialisten. Der sei so überflüssig wie ein Kropf und dann die Kosten für diesen Mann!
Die Vorstände der Firma wollen ihn in den Vorstand befördern. Empört winkt Vater ab. Die Dienstvilla und den großzügigen Dienstwagen lehnt er energisch ab. Er wolle sich nicht abhängig und erpressbar machen, ist sein Credo. Der schicke Wagen steht ein paar Tage vor unserem Haus. Mir gefällt er, auch wenn auf Grund der windschnittigen Form das   Kofferraumvolumen für vier Personen nicht ausreichend sei , wie Mutter moniert.
Den Sommerurlaub verbringen wir in den österreichischen Bergen in einer Pension. Die Adresse hat ihm ein Arbeitskollege verraten nachdem der begeistert von seinem Urlaub geschwärmt hatte.
 Am Ende einer schmalen Bergstraße, weit hinter der letzten Hausansammlung die sich gerade noch Dorf nennen darf, endet sie vor einem neueren, weißgestrichenen Haus. Die Gastzimmer erinnern an schnell für unverhofften Besuch hergerichtete Räume. Unser Zimmer sollte wohl einmal eine Küche werden, das schmale Zimmer   der Eltern mit den hintereinander stehenden Betten ein Abstellraum. Der Frühstücksraum ist mit gemütlichen,  hellen Möbeln ausstaffiert und ist wohl auch das Esszimmer der Familie wenn keine Gäste im Haus sind.
Rechts vorne an der Straße steht ein alter Gasthof in dunklem Holzkleid mit zwei Scheunen. Niedrig duckt er sich unter hohe, alte Bäume.  Ein kleiner Bach plätschert daneben über Felsbrockenauf seinem Weg ins Tal. Eine schmale Holzbrücke führt auf die Viehweiden am Hang. Hinter der Pension können die Gastkinder auf einer großen Wiese spielen und schaukeln.
Vater will nun unbedingt ein echter Bayer werden und uns zeigen dass unsere Vorurteile völlig aus der Luft gegriffen sind. Seine Passion werden die Berge. Das Berühren des Gipfelkreuzes, sei es auch nur mit den Fingerspitzen weil dicke Felsen und ein Zaun den engeren Kontakt verhindern, wird zum Ritual auf das er sehr viel Wert legt und dieser Moment wird natürlich mit der Filmkamera festgehalten.
 Zum hellblauen Anzug mit folkloristischer Reversstickerei gesellt sich bald eine Bundhose mit roten Strümpfen, rotkariertem Hemd und hellbraunen, trittfesten  Bergstiefeln. …
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