Zehn Kurzgeschichten
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Bassena - Freundschaft
Die menschliche Seite
Künstlerkarriere
So gesehen
Ländliche Tracht
Modetiere
Weihnacht springt aus mir heraus
Wendepunkte
Ein Zo - ocktail
Zwei Welten
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… 
Nach dem Sinn des Kaffeehaus-Besuches von Panzertieren befragt, antwortete der Kellner Franz dem Jodl-Bauern, dass jetzt viele Hunde- und Katzenverleihanstalten saisonbedingt geschlossen hätten.
Das verstand der Mann vom Lande nicht, und so mußte er weiterfragen : Was sind denn das für Leihanstalten, wo man Haustiere ausborgen kann ? Das sind, so der Kellner, Geschäfte, in denen man für beliebige Zeit, seien es Stunden oder Wochen, Vierbeiner oder Vögel mieten konnte. Man läßt das gewünschte Tier modisch auf die eigene Kleidung abstimmen, bekommt seinen Namen mitgeteilt und kann sodann den treuen Begleiter zu Spaziergängen und auf Gesellschaften mitnehmen.
Danach gibt man das Leihviech wieder zurück ?!?!, entfuhrt es dem erbosten Ferdinand Jodl aus Plotzenbichel.
...und zahlt und geht alleine wieder von dannen. Kein Aufpassen, kein Steuerzahlen, keine Tierarztbesuche - mit einem Wort keine Umstände.
Und die Schildkröten...will Jodl wissen.
Ja, das ist der letzte Schrei, die werden in tragbaren Klarsicht-Behältern ausgeführt - rosa und blau getönt - je nach Geschlecht.
Aber diese Käfige schauen ja aus wie durchsichtige Menage-Schüsseln ! Ganz recht, sagte der Herr Franz und fügte hinzu : Modisch und geschmackvoll, nicht wahr - Da sah der Jodl, wie ein zweiter Glaskäfig zur Tür hereinkam, diesmal war es ein rosafarbener und wurde von einem sehr eleganten Herrn getragen. Als dieser vom Eingang aus den Besitzer des anderen, in einem blauen Terrarium hausenden Reptils erspähte, gesellte er sich spontan zu ihm, und die beiden plauderten äußerst angeregt miteinander. Als sie ihre Glasbehausungen öffneten und die Tiere auf die Tischplatte setzten, standen nach und nach mehrere Kaffeehaus-Gäste auf und begaben sich - unter oder auch ohne Mitnahme der eigenen Haustiere - zu dem Krötentisch und beobachteten interessiert, wie die beiden Tiere Kontakt miteinander aufnahmen.
Der ob der Ereignisse recht verwirrte Jodl-Bauer mußte nun wieder auf Herrn Franzens Erfahrung bezüglich urbanen Gehabens zurückgreifen.
Ungeduldig fragte er, was denn da vor sich ginge.
Schildkrötenbefruchtung mit Wetten über die Eieranzahl.
Längere Zeit überlegte der Jodl, was denn diese, auf dem Lande gänzlich unbekannte Zeremonie bedeuten sollte.
Während er so beobachtete und nachdachte, fiel ihm ein kleiner Mann mit Schirmmütze auf, der mit einem Schreibblock von Zuseher zu Zuseher ging, emsig Notizen machte und danach Geldscheine in seiner Rocktasche verschwinden ließ. …
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