Showtime
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Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
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…  Mit ausgestreckten Armen konnte sie fast die Wände rechts und links berühren. Neben dem rostigen Feldbett zählten ein widerlich fleckiges WC, ein Waschbecken und darüber eine Spiegelfolie – kein Glas – zur luxuriösen Innenausstattung. Man hatte ihr gesagt, dass sie vom heutigen Programm befreit sei. Sam verstaute die ihr zugestandenen Hygieneartikel auf der Ablage unter der spiegelnden Folie. Sie hatte einen Riss, der sich von der rechten, oberen Ecke quer über die gesamte Fläche erstreckte. Die Folie schlug Wellen und Falten. Der Riss teilte ihr Gesicht in zwei schräge Hälften und sie dachte ängstlich an Lapuentes Worte. Gott und Teufel. Wie auf ihrem Gesicht, nur dass beide Hälften jetzt dem Direktor gehörten. Sie stützte sich am Rande des Wachsbeckens ab und fing lautlos an zu weinen. Als ihre Tränen endlich versiegten, sank Sam erschöpft auf das Feldbett und schlief ein. Wieder träumte sie von Jessica und Jo mit der Heckenschere. Am nächsten Morgen wurde Sam durch die schrillen, kurzen Töne einer lauten Sirene geweckt. Sie hatte erstaunlich gut geschlafen und Hoffnung, dass sie die kommenden Monate recht gut meistern würde. Immerhin hatte sie den ersten Tag ohne Vergewaltigung oder Prügel überlebt. So konnte es weiter gehen. 

Auch in Summersbys Keller ging es weiter. Sam trennte die letzten Fasern mit der Klinge durch, erhob sich langsam von ihrem Stuhl und streckte die steifen Glieder. Bei dem Gedanken an ihre Hochstimmung am ersten Morgen ihres Gefängnisaufenthaltes lachte Sam bitter auf. Wie ahnungslos sie doch gewesen war. Sam schüttelte die Schatten ihrer Vergangenheit ab. Ihr Blick fiel auf die Tür. Die nächste Hürde. Mit steifen Schritten trat sie auf sie zu und legte die Hand auf die Türklinke. Vielleicht war ihr alter Freund Schicksal in guter Laune. Sie drückte die Klinke nach unten. Die Tür war verschlossen. Sam seufzte, wäre ja auch zu schön gewesen. Sie betrachtete das Schloss eingehender. Es handelte sich um ein Sicherheitsschloss einer deutschen Firma, namens Dom. Deutsche Qualitätsarbeit, verdammt. Sam holte den Stuhl und stellte ihn vor die Tür. Sie setzte sich und zog den schwarzen Cowboystiefel von ihrem rechten Fuß. Stirnrunzelnd betrachtete sie den Stiefelabsatz und schob die Gummikappe zur Seite. In dem darunter liegenden Hohlraum befand sich Sams Schlüsselbesteck, zwei dünne Metallstifte, jeder in der Mitte mit einem winzigen Scharnier versehen, damit man sie zusammenklappen und in den Absatzhohlraum stecken konnte. …
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