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… Endlich, am Abend des zweiten Tages, schlug er die Augen auf und fühlte sich etwas besser. „Tunip, hilf mir mich aufzusetzen!“ Waren die ersten klaren Worte, leise und heißer, aber im üblichen Befehlston gesprochen. Erleichtert grinsend half der junge Mann seinem Herrn. Seine Schwäche energisch bekämpfend blieb Sunu am Bettrand sitzen, bis die wabernden Schleier vor seinen Augen sich lichteten und er wieder klar sah. Tunip wandte sich dem Tisch zu und schenkte einen Becher voll mit Milch. „Du musst essen und trinken, damit du wieder zu Kräften kommst, Herr!“ Drängte er. Mit einem ergebenen Nicken nahm Sunu den Becher entgegen und trank in kleinen Schlucken, was dem trockenen Gefühl in seinem Hals guttat. Er räusperte sich ein paar Mal, ehe er wieder ein Wort herausbrachte. Mit schon klarerer Stimme fragte er: „Wo ist die Dame Tuja? Was ist überhaupt geschehen, nachdem wir in dieser Nacht das Ufer erreicht hatten? Wie lange war ich krank... ?“ Tunip hob abwehrend die Hände: „Eins nach dem anderen Herr. Trink erst einmal deine Milch, dann....“ Ungeduldig verzog Sunu das Gesicht und murrte: „Ich bin doch kein brabbelnder Säugling, dass man mich zur Milch drängen muß.“ Trank aber gehorsam weiter, den Schreiber allerdings mit den Augen zum Erzählen auffordernd. Ergeben erzählte Tunip Sunu dass er, kaum am Ufer angekommen, das Bewusstsein verloren hatte. Sunus Gesichtsausdruck wurde noch finsterer. „Äußerst blamabel.“ Schnaubte er. „Wenn man deine Verletzung bedenkt, den Blutverlust....“ verteidigte Tunip die Ehre seines Herrn. „Egal, erzähl weiter.“ Winkte der Befehlshaber ab. „Nun, Senmut und Geb haben dich in deine Gemächer gebracht und die göttliche Gemahlin blieb mit Hui und der Dame Tuja am Ufer zurück.“ Nachdem Tunip nicht fortfuhr zu erzählen fuhr ihn Sunu ungeduldig an: „Und dann, was passierte mit Tuja?“ Tunip zuckte die Schultern und antwortete: „Ich weiß nicht, Herr, ich bin Senmut und Geb gefolgt, um bei dir zu sein. Hui oder die Dame Tuja hab ich seitdem nicht gesehen.“ Sunu erhob sich mit einem Ruck, sank dann jedoch stöhnend auf die Liegestatt zurück. „Du musst Hui für mich finden und zu mir bringen.“ Hastig war Tunip zu seinem Herrn getreten und half ihm, sich wieder auf das Bett zu legen. Beruhigend sprach er auf ihn ein: „Ich werde mich sofort auf den Weg machen, Herr, und werde den Leibwächter zu dir bringen. Ruhe du dich aus, damit du gesund  …
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