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… doch seiner Herrin: „Ich habe die Dame Tuja bei einer Wirtstochter, einer guten Bekannten von Hui, untergebracht.“ Verlegen ließ der große Neger bei den Worten Sunus den Blick über die kunstvoll bemalte Decke des Raumes streifen. Sunu tat so, als ob er dies nicht bemerke, während die anderen mitsamt der Königin ein leichtes Lächeln nicht verkneifen konnten. Der Befehlshaber fuhr fort zu sprechen: „Es geht der Dame Tuja bereits viel besser, Majestät, sie war einfach nur geschwächt vor Hunger und Durst. Die Verletzung, die ihr Bruder ihr zugefügt hatte, erwies sich zum Glück als nicht gravierend.“ Er sah seine Herrin an, die immer noch vor ihm stand und sagte: „Ich denke, dass sie in wenigen Tagen so erholt sein wird, dass sie mit dir persönlich reden kann, Herrin. Dann kannst du sie selbst nach ihren Erlebnissen fragen.“ Hatschepsut warf noch einen Blick auf den Befehlshaber und nahm mit einem leichten Lächeln und etwas ruhiger ihren Gang wieder auf. „Also hast du wohl in letzter Zeit häufiger eine gewissen Wirtschaft aufgesucht?“ Ohne den Blick zu senken nickte Sunu. „Hm,“ machte die Königin, „du hattest Recht, sie anderweitig unterzubringen. Hier am Hof hätte sie in ständiger Gefahr geschwebt. Allerdings kann dieser Zustand nicht so bleiben. Eine Prinzessin von Kusch kann nicht fern vom Palast in einer Kaschemme hausen.“ Ihre Schritte wurden wieder länger und energischer. „Ich werde die Dame Tuja zu meiner Hofdame machen. So wird sie die meiste Zeit in meiner Nähe verbringen. Auch werde ich sie zusätzlich unter deinen Schutz,“ sie blickte im Vorbeigehen dem Befehlshaber in die Augen, „stellen. Ich denke nicht, dass du etwas dagegen hast?“ Grinste sie. „Seit ich Thutmosis zu meinem Gemahl gemacht habe, ist die Gefahr für mich so gut wie gebannt und du hast sowieso zu wenig zu tun! Auch nehme ich an, dass mein hochedler Bruder soviel Verstand haben wird zu erkennen dass, wenn die Dame Tuja zum Hof zurückgekehrt ist, sein Geheimnis mir bereits bekannt ist und eine Beseitigung der Zeugin seiner Schandtat nicht mehr sinnvoll wäre.“ Sie hielt wieder inne und blickte von einem Ihrer Anhänger zum anderen: „Ich werde dafür sorgen, dass alles für den Empfang der Dame Tuja bereitgemacht wird und ihre Gemächer vom Harim direkt neben meine verlegt werden. Für den Rest, also ihre Sicherheit und ihre Überführung zum Palast überlasse ich euch die Verantwortung. Ich werde auch ein  …
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