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…  Nicht jedoch gegen eine gutausgebildete und geführte Gruppe von Soldaten und Medjay. Die Räuber hatten sofort erkannt, dass es sinnlos wäre, auf die Männer in den Felsen zu zielen. Zu gut war deren Deckung. Es wurde ihnen klar, dass sie in der Falle saßen. Die Flucht über den Felsrücken war ihnen versperrt und die Kriegswagen rückten unaufhaltsam näher. Nun wurde versucht, aus allem was greifbar war, Barrikaden zu bauen, um wenigstens Deckung zu haben. Sunu wies seine Männer an, nur zu schießen, wenn sie ein klares Ziel vor Augen hatten und wartete ab. Die Streitwagen der Truppe waren nur noch einen Steinwurf von den Nomaden entfernt und die Barrikaden wurden einfach überrannt. Dann begann der Kampf Mann gegen Mann. Einige Soldaten sprangen von den Gefährten, ließen Pfeil und Bogen zurück und zogen ihre kupfernen Schwerter, andere kämpften vom Wagen aus. Sunu sah, dass auch Königin Hatschepsut hinter Nakht auf dem Wagen stand und von dort aus wie ein Krieger das Schwert gleich gegen zwei Gegner führte. Gespannt behielt Sunu den Kampf im Auge, während er seine Männer anwies, nur noch die von unten herauf begehbaren Wege zu bewachen und ansonsten sich dem unten tobenden Kampf anzuschließen.

Die Rettung


Eben wollte auch er sich hinter seiner Deckung erheben, Pfeil und Bogen sinken lassen und den Männern folgen, als er erschrocken innehielt. Hatschepsut hatte einen ihrer Gegner niedergekämpft, den anderen hatte inzwischen Nakht vor seinem Schwert. Da tauchte im Rücken der Königin ein hochgewachsener Nomade auf, der ein langes gebogenes Messer gegen sie schwang. Nur einen Sekundenbruchteil zögerte Sunu, während Bilder einer anderen wunderschönen Frau durch seinen Sinn blitzten. Einmal war er nicht zur Stelle gewesen, als man ihn gebraucht hatte, dies durfte ihm nie wieder passieren. Die Strecke war für einen Pfeil fast zu weit, doch blitzschnell legte Sunu den Bogen an die Wange, spannte die Sehne und schoß. Er kniff ängstlich die Augen zusammen, konnte er die Herrscherin Kemets noch retten? Da griff der Angreifer der Königin mit beiden Händen nach dem vibrierenden Pfeilschaft, der aus seiner Brust ragte. Das Messer fiel in den Staub und mit einem gurgelnden Schrei brach er zusammen. Erleichtert ließ Sunu den Bogen sinken. Mit überraschter und erschrockener Miene fuhr die Königin herum und sah den Mann am Boden liegen. Präzise registrierte ihr wacher Verstand, was da eben passiert war. Dann schnellte ihr Blick hoch zur Klippe und sie entdecke Sunu, der dort stand, den Bogen noch in der Hand. …
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