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… unschuldigen Verurteilung gleich, was Sylvia ihrer Familie angetan hatte. Dazu bestimmt, in der Wüste zu verenden. Das gleiche Schicksal, wie es noch vor ihr lag. Shit! Am Ende hatte sie wirklich nichts anderes verdient. 
Mit schwindenden Kräften kroch sie den Hang einer weiteren Sanddüne empor. Der Kamm ragte über die umliegenden Dünen hinaus und beinahe hätte sie es übersehen. Es dauerte einige Momente, bis die Information von ihrem Gehirn verarbeitet wurde. Da war etwas! Etwas von Menschen Erbautes. Wie elektrisiert sprang Sylvia auf und stürmte los. Auf dem nächsten Kamm sollte sie es schon deutlicher erkennen können.

12. Buch - Die Falle schnappt


Doch als sie dort angekommen war, erstarrte Sylvia. Das war unmöglich! Sie sah noch einmal hin, doch an dem Bild änderte sich nichts. Sie starrte auf eine Palisadeneinfriedung. Dahinter lag eine kleine Oase. Oh Gott, das darf nicht wahr sein, oder. Aber wäre ihr Geist lieber in der Wüste vertrocknet, als jetzt hierher zurückzukehren. Was konnte sie ihren Herrschaften erzählen? Gab es überhaupt eine Rechtfertigung für das unverschuldete Todesurteil, welches sie über die Bewohner dieser Oase verhängt hatte? Sie kniff die Augen zusammen. Nein! Sie würde niemals dort hinunter gehen! Doch ihre Beine strebten bereits der Einfriedung entgegen. 
Sie passierte den Eingang. Alles schien noch genauso, wie zum Zeitpunkt ihrer Flucht. Völlig unberührt. Im Hof hatten sich Sandverwehungen gebildet. Die Haustür stand sperrangelweit offen. Sie trat ein. 
„Hallo?“
Doch im Haus war es totenstill. Sie schwankte zur Küche, durchsuchte das Esszimmer, danach die Schlafräume. Nirgends zeigte sich ein Lebenszeichen. Ihr Körper schrie nach Wasser, deshalb stürmte sie zur hinteren Tür hinaus, den Abhang zum Tümpel hinunter. Ein beißender, fauliger Gestank schlug ihr entgegen und dann sah sie es. 
Sylvia hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund und kniff beide Augen zusammen. Der Schatten vor ihr! Nichts weiter als eine grausige Silhouette vor der gleißenden Sonne. Ohne ein Geräusch zu verursachen schwang er leicht hin und her. An einem Strick vor der mehr als zehn Meter hohen Palme. 
Mit zusammengekniffenen Augen und einem unterdrückten Schrei wandte sich Sylvia ab und rannte vorbei. Ihr Körper brauchte Wasser. Diesen Weg war sie schon hunderte Mal gegangen. Sie fand sich hier zur Not auch blind zurecht, kannte jeden einzelnen Stein, doch noch nie waren  …
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