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…  Was isch passiert, wo isch dr Capri?!“ Candi ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und meinte gelassen: „Reg di ab,



    1. bisch du höchstens 20 Sacha schnell gfahra.
    2. isch d Schlucht no mindeschtens 50 Meter weit weg
    3. hat s Auto scho lang gschtanda, als du gmeint hasch, du musch rausspringa.
    4. der Capri steht genau vor deiner Nas.“



Karena schob Candi ein Stück zu Seite und – oh Wunder – da stand tatsächlich ihr heiß geliebtes Gefährt heil und ganz direkt vor ihren Augen. Candi meinte immer noch erheitert: „Was hat dir denn der arme Dornenbusch tan? Der sieht ja ganz lädiert aus!“ Erleichtert begann nun auch Karena zu kichern.

                *

Später saßen sie endlich auf der Wiese unter einer großen alten Eiche und tranken Sekt. Sie kauerten auf einer flauschigen Decke, die aus Karenas Capri stammte und hatten sich ihre Jacken eng um die Schultern gezogen. Es war empfindlich kühl geworden, denn der September hatte schon begonnen und wenn auch die Tage noch sommerlich warm waren, konnten die Nächte doch schon ganz schön kalt werden. Nachdem sie bestimmt schon anderthalb Stunden gelabert hatten, bot Karena Candi an: „Sollat mr net doch lieber ins Auto sitza? S wird doch ganz schea eisig.“ Erfreut und erleichtert stimmte Candi zu und meinte: „I muß blos no gschwind vorher Pipi.“ Damit verschwand sie hinter einem noch heilen Busch. Karena ging ungeduldig ein paar Schritte, als sie plötzlich über irgend etwas stolperte. Sie raffte sich wieder auf. Der Mond war hinter Wolken verschwunden und sie stand orientierungslos im Dunklen. Sie fühlte eine leichte Berührung am Arm und meinte erleichtert: „Ah, Candi, dau bisch ja endlich!“ Allerdings ertönte nicht, wie erwartet, die Stimme der Freundin, sondern ein lautes gedehntes: „Muuuuuh!!“ Karena machte einen erschrockenen Satz zur Seite und der inzwischen wieder aufgetauchte Mond enthüllte einige sie sanft und fragend anblickenden Kühe und eine grinsende Candi, die ein paar Meter weiter hinter einem etwas lädierten Zaun stand und meinte: „So, hat ma neue Bekannte gfunda?“ Eilig rannte Karena auf sie zu und  schlüpfte aufatmend durch den Zaun. Sie gingen die paar Meter zurück zum Capri und Candi meinte kichernd: „Willsch mir deine neue Freundinna net vorstella?“ Kommentarlos stapfte Karena hinter ihr her, obwohl sie sich selbst ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Bald hatten sie das Auto erreicht. Als ihr Karena jedoch anbot, Candy noch nach Hause zu fahren, lehnte diese entsetzt ab mit den Worten: „Noe, du hasch deine Fahrkünschd scho vorhin zu Genüge unter Beweis gschdellt. …
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