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… würgen. Missmutig folgte sie der Fremden quer durch den ganzen Saal. 
Was sie bisher noch nicht so für voll genommen hatte: In der ganzen Halle standen unzählige Raumteiler in Zickzackreihen angeordnet auf kleinen, vielleicht zwanzig Zentimeter hohen Podesten. Die Raumteiler, circa zwei Meter hoch, bildeten eine Vielzahl kleiner Nischen. Die meisten waren mit einem uralten, abgewetzten Teppich ausgelegt. Auf schwarzen Schiefertafeln waren mit Kreide irgendwelche sonderbaren Zeichen gemalt, die Sylvia nicht entziffern konnte. Doch es waren auch Zahlen dabei. In einigen der Nischen hatten sich bereits Mädchen wie zum Gebet auf den Teppichen niedergelassen. Die Beine zum Schneidersitz verschränkt, den Kopf zwischen den Knien saßen sie da und harrte. ‚Was kommt den nun auf dich zu Sylvi, hä?’, meldete dich die penetrante Stimme aus ihrem Oberstübchen zurück. ‚Gib es zu, du hast keine Ahnung, Sylvi, he, he! ‚
Dann blieb die Fremde stehen und deutete auf eine der Nischen. „Da, für dich.“ Ohne ein weiteres Wort ging sie selbst in die gegenüberliegende Nische, setzte sich wie all die anderen auf den Boden und schien schweigend zu erstarren. Sylvia blickte ihr verblüfft nach, dann stieg sie selbst den kleinen Absatz zu ihrer Nische hinauf. Die Schiefertafel zeigte graue Kreideschlieren, war jedoch noch leer. An einem Ständer war ein großer Metallring befestigt, der locker nach unten hing. Davor lag wie überall ein alter, abgewetzter Teppich. Doch es war gut, endlich nicht mehr auf dem kalten Steinfußboden zu stehen. 
Inzwischen herrschte fast Totenstille im Saal. Sylvia versuchte das flaue Gefühl, welches sich in ihrer Magengegend ausbreitete zu ignorieren. Was sollte das alles? Was würde denn geschehen, wenn sie jetzt einfach Aufstand und zur Tür ging. Vermutlich führte die Tür am hinteren Ende, direkt neben dem riesigen Vorhang nach draußen. Von ihrem Standort aus konnte sie sogar die obere Kante des Raumtrennenden Vorhangs sehen. Sie blickte hinüber zu der Fremden, die sie hergeführt hatte. Diese hatte sich noch immer nicht gerührt. Vermutlich war das irgendein verrücktes, festgelegtes Ritual. Warum sollte sie sich nicht auch hinkauern, wie allen anderen. Sylvia wollte auf keinen Fall noch mehr Ärger bekommen, als sie ohnehin schon hatte. Bloß nicht auffallen.
Der Teppich unter ihren Beinen fühlte sich weicher an, als er aussah. Dann saß Sylvia auf dem Boden und starrt vor sich hin. Sie hörte, wie  …
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