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… eine Tür geöffnet wurde, denn von irgendwoher flutete Sonnenlicht in den Saal. Wahrscheinlich die Tür am Vorhang, vermutete sie. Augenblicklich herrschte absolute Stille, so dass die Schritte laut und deutlich zu hören waren. Mindestens zwei Personen, überlegte sie. Dann hörte sie Stimmen. Zwar entfernt, aber trotzdem war sich Sylvia sicher, dass sie die Worte nicht verstehen würde, selbst wenn sie ihr direkt ins Ohr schrien würden. Mit einem Mal war trotz der Wärme dieses eisige Gefühl wieder da. Unwillkürlich schloss sie die Augen. Trotz allen Mühens bekam sie ihr Zittern nicht in den Griff. Der unwahrscheinliche Gedanke, dass die nicht auch bei ihr halt machen würden, war verschwendete Hoffnung. Was würde dann geschehen? 
Sie öffnete ihre Augen nicht, als die Stiefel ihre Plattform erreichten und betraten. Der irrationale Glaube, dass es etwas, das nicht zu sehen war, auch nicht gab, siegte über jede Vernunft. Finger griffen in ihr halbblondes, schulterlanges Haar und zogen ihren Kopf in den Nacken. Eine andere Hand griff nach ihrem Unterkiefer und wollte ihren Mund öffnen. Als Sylvia widerstand, griffen die Finger ungleich grober zu. Finger pressten sich durch ihre Wangen dorthin, wo ihre Weisheitszähne gewesen waren, bis sie ihren Widerstand aufgab.
Dann lösten die ihr Tuch. Sylvia biss die Zähne zusammen, als die rauen Finger sie prüfend betasteten. Ihr Körper schlotterte so sehr, dass der andere ihre Schultern packte, um sie ruhig zu halten. Zwei Hände umgriffen ihren Arm. Sylvia fragte sich schon, was die wohl jetzt mit ihr vorhatten, bevor ein beißender Schmerz durch ihren Körper jagte. Sie schrie! Ihr Oberarm, was war mit ihrem Oberarm geschehen. Es fühlte sich an, als hätten die ihn einfach an der Schulter abgerissen. Der Geruch von verbranntem Fleisch verbreitete sich in der Nische. Sylvia keuchte und sackte seitlich zu Boden, als die haltenden Hände ihren Körper losließen. Plumps! Das dumpfe aufschlagen auf dem Boden spürte sie gar nicht. Im Moment war der Schmerz in ihrem Oberarm das einzige, was sich noch in ihr Bewusstsein brannte. Außer vielleicht... Tränen sickerten durch ihre zusammengekniffenen Augen. Das schabende Geräusch von Kreide auf einer Schiefertafel ging ihr durch Mark und Bein. Auf ihrer Tafel! Die Stirn auf dem Fußboden, versuchte sie alle Gedanken und vor allem den Schmerz aus ihrem Geist zu verbannen. Sie ignorierte die Berührung an ihrer Schulter, die eigentlich aufmunternd  …
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