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… an die Vorderkante ihres Podests. Sie deutete wieder auf sich. „Hei, ich bin Mira.“–
Das endlich erregte Sylvias Interesse. Da war es wieder, dieses Wort [mira], doch dieses Mal verstand sie endlich den Zusammenhang. Vielleicht war das ihre Möglichkeit, endlich ein paar Antworten zu bekommen. Aber wollte sie die Antworten wirklich hören? Ihre jetzige Situation war mehr als nur angsteinflößend. Der Bedarf an schlechten Neuigkeiten war bereits mehr als gedeckt. War an sich für den Rest ihres kümmerlichen Lebens gedeckt. Trotzdem siegte die Neugier und sie ging auf Mira ein.
Nach ein paar Startschwierigkeiten bekam Sylvia endlich einige handfeste Informationen. Mira flüsterte, damit das Gespräch nicht weiter auffiel, was sich in dieser Stille recht schwierig gestaltete. Sylvia konnte bei weitem nicht alles verstehen, doch der Rest genügte, um sie zu erschüttern. „Wir nur haben wenige, fast keine Zellen zum Einsperren von Täter. Strafe durch Arbeit“–
„Du meinst, ihr habt keine Gefängnisse?“–
„Doch, doch, aber nur wenige. Was du getan, Sylvi?“–
Diese Überlegte. Weshalb hatte man sie eigentlich festgenommen? Weil sie sich bei einer Kontrollen dummerweise gewehrt hatte? Weil sie keine Papiere dabei gehabt hatte? Sie zuckte mit den Schultern.–
„Wenn du nicht sagen möchtest, ist okay. Es wird erzählt, du wärst auf Flucht gewesen mit gesuchte Verbrecher zu Flugzeug. Ist Wahr? Du hast Wache ins Krankenhaus geschlagen?“–
Sylvia hielt sich die Stirn. Das durfte alles nicht wahr sein. Sie schüttelte energisch mit dem Kopf, doch Mira winkte ab. „Schon gut. Ich haben auch Dummheit getan. Du froh sein, dass nicht Gefängnis, sondern nur hier. Ich freiwillig hier.“ Sie deutete auf die Brandmarke auf ihrem Oberarm.–
Zum ersten Mal sah Sylvia jetzt dieses Zeichen bei Mira und schluckte, als sie an ihr eigenes dachte.–
„Jeder freiwillig hier. Du durftest Entscheiden.“–
Sylvia erinnerte sich, dann nickte sie betrübt.–
„Du hast richtig gemacht. Gefängnis sein nicht gut!“, fuhr Mira fort. „Ich Schulden gemacht.“ Sie deutete beiläufig auf die Zahl, welche mit Kreide auf der Schiefertafel in ihrer Nische stand. „Schulden durch eine Dummheit. Ich werden arbeite für bezahlen. Das ist Möglichkeit. Ich hoffe, irgendwer mich kaufen für zwei Jahre. Hoffentlich.“ Sie legte die Handflächen bittend aneinander. „Mit Geld Schulden gedeckt. Sonst ich muss zu Gläubiger. Das nicht gut. Viel länger.  …
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