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…  Mit ihm entstiegen dem Wagen Hermann und dessen Frau Vera. Bernd und Hermann waren als Kronzeugen geladen, Vera wollte sich das Spektakel auf keinen Fall entgehen lassen. 
   Die beiden Pensionäre hatten auch ihr letztes Abenteuer heil überstanden. Mehrere Gerichtsmediziner waren lange Zeit damit beschäftigt gewesen, aus einem dichten Packen Metall, der einmal ein Mercedes gewesen war, die Überreste zweier Menschen zu ‚isolieren’. Es war ihnen nur teilweise gelungen.
   Vera war bemüht gewesen, Hermanns ‚Ausrutscher’ mit den Augen einer toleranten und verständigen Ehefrau zu betrachten, daher hing bei den Odendahls der Haussegen nur ein paar Tage schief. Letztendlich war sie heilfroh, ihn wieder gesund bei sich zu haben.
   Die zwei Männer und die Frau liefen den schmalen, mit Gras bewachsenen Weg entlang, der den Parkplatz mit der Festhalle verband, in der heute der Prozeß gegen Grabow eröffnet werden sollte. Am Ende des Weges wartete Lothar bereits auf sie. Er, Hermann und Bernd sollten das Gebäude nicht durch den Haupteingang betreten, das stand in dem Schriftstück, welches ihnen zugestellt worden war. Für die Zeugen und andere wichtige Personen war eigens ein bewachter Seiteneingang vorgesehen. Allein Vera mußte den Haupteingang benutzen. Die Festhalle war noch ein gutes Stück entfernt, die drei begrüßten Lothar und unterhielten sich angeregt. 

   Mit Hilfe Ihrer Dienstausweise hatten sich die Kriminalbeamten Jung und Decker Zutritt verschafft und waren in die abgesperrte Zone eingefahren, die in weitem Umkreis um das Gerichtsgebäude errichtet worden war. Der unscheinbare graue Golf näherte sich im Schrittempo besagtem Seiteneingang, Grabow auf dem Rücksitz wurde zusehends nervös. Obwohl er wußte, daß er im Gericht hinter dicken Glaswänden Platz nehmen würde, war ihm der Gedanke, den Weg vom Fahrzeug zum sicheren Haus hinüber völlig ohne Deckung zurücklegen zu müssen, furchteinflößend. Selbst wenn es nur wenige Meter waren. Unsicher zerrten seine Finger an der kugelsicheren Weste, prüften deren Stärke, deren Oberfläche, er erkannte aber schnell, daß seine Arme, die Beine, sein Hals, vor allem aber sein Kopf vollkommen ungeschützt waren. Ein Schauer rieselte über seinen Rücken bis hinab zum Gesäß, seine Augen begannen wilde Kapriolen zu vollführen; Grabow schwitze.

   Die Präzisionswaffe im Anschlag, suchte M mit ruhigem Blick das Ziel, sein Knie ruhte auf dem weichen Kissen, es war beinahe gemütlich. …
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