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…  Beide, der einheimische Fahrer und Bernd, wurden in ein Geschäftszimmer geleitet und von Senior Buarque empfangen, Manager der Air Brasil, die eine der Verbindungen zwischen den Fidschis und Australien unterhielt. 
„Ich bin unterrichtet“, begann Senior Buarque, bat den Besuchern Platz an und kam sofort zur Sache. „Es soll offiziell nach Südamerika gehen. Gut. Der Transport nach Sydney ist kein Problem. Denn alle Flüge gehen von hier aus zunächst einmal nach Australien. Wenn Sie aber Ihren Gast dort in ein Passagierflugzeug nach Deutschland setzen, wird er sofort bemerken, daß er nicht auf dem Wege nach Südamerika ist. Es sei denn, er ist ein Dummkopf.“
„Ist er nicht“, entgegnete Bernd. 
„Das dachte ich mir. Daher hat Mr. Landore eine Frachtmaschine vorgeschlagen. Wie gefällt Ihnen diese Idee?“
Bernd dachte kurz nach. Es lag auf der Hand, daß eine Passagiermaschine ausschied. Erstens müssen Passagiere durch den Zoll, müssen an Uniformierten vorüber, werden in jeglicher Hinsicht kontrolliert. Da er ohnehin beabsichtigte, Grabow bei Nacht und Nebel nach Europa zu bringen, bot sich die Frachtmaschine geradezu an.
„Die Idee ist ausgezeichnet. Wann können wir fliegen und wohin?“ frage Bernd.
„Der Weg führt nur über Australien. Wir fliegen von hier aus sowieso nicht nach Südamerika. Jeder Pazifikflug geht über Sydney. Dort müssen Sie umsteigen. Wenn Sie nachts fliegen, bemerkt er vielleicht nicht, wohin die weitere Reise tatsächlich geht. Auch dies ist ein Einfall von Mr. Landore.“
Bernd bedachte Landore mit einem nachträglichen Lob, dieser Mann dachte mit. Von Sydney aus startete eine Frachtmaschine der Lufthansa zu einem Langstreckenflug direkt nach Frankfurt. Drei zusätzliche Passagiere waren bereits mit einkalkuliert, wie Buarque versicherte. 
Wenn es ihnen gelingen könnte, Grabow mit List bis in jene Maschine zu bringen, war ein Entkommen für ihn nicht mehr möglich. In Bernd erwachte der alte Kämpfer, der Verfolger, der Spürhund - der Bluthund. 
Für den Flug von Suva nach Sydney bot der Manager Bernd weitere drei Plätze an. In einem Airbus der Air Brasil Cargo, ebenfalls einer Frachtmaschine. Diese Reise war ein persönliches Geschenk von Mr. Landore.

Kapitel XXI



   Für Geld konnte man fast alles bekommen, selbst eine Mitfahrgelegenheit auf einem Versorgungsschiff der Shell Oil Company, konstatierte Bernd, während sich die drei Männer an Deck die milde Seeluft um die Nase wehen ließen. …
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