Der australische Kontinent lag im Dunkel, die Maschine überflog die hell schimmernde Küstenlinie und setzte wenig später zur Landung an. Grell strahlten die Begrenzungslichter der Landebahn, das Fahrwerk bekam Bodenkontakt, kurz darauf hielt der Jet auf dem kommerziellen Teil des großen Flughafens. Es war genau 1 Uhr 51 Ortszeit. Um 3 Uhr 02 sollte die Lufthansamaschine starten.
Auf dem Frachtflughafen gab es nicht diese zeitraubenden Personenkontrollen, daher warteten die drei Passagiere nicht lange, bevor sie sich erhoben. Der Co-Pilot geleitete sie zum weit geöffneten Seitenportal, für einen kurzen Moment standen sie auf der riesigen Rampe und starrten hinaus. Sogleich öffnete der Flugzeugführer die Tür eines jener großen Aluminium-Container, die auf Rollen durch den Flugzeugrumpf geschoben wurden. Er trug die Nummer 508. Die drei Reisenden verabschiedeten sich vom Captain, betraten den Metallbehälter und wurden zusammen mit ihm aus dem Laderaum auf einen Tieflader gebracht.
Der Container besaß beachtliche Ausmaße, zudem war er nicht ganz voll, die drei konnten sich recht gut bewegen. Der Lader fuhr den Container zu einem Umschlagplatz und stellte ihn ab. Die heimlichen Insassen verhielten sich ruhig, ihr Gepäck fest in den Armen. Grabows Augen suchten unentwegt die unmittelbare Umgebung ab, aber es war stockdunkel. Mit einer Hand tastete er in seiner Reisetasche nach einer Taschenlampe.
„Wie geht es jetzt weiter?“ fragte er Bernd ungeduldig.
Der sah auf die Leuchtziffern seiner Uhr.
„Wir müssen noch etwas warten. Dieser Container wird in den nächsten Minuten zusammen mit Ihnen an Bord gebracht, er geht nach Brasilien. Sie dürfen ihn jetzt auf keinen Fall verlassen! Nur in seinem Innern gelangen Sie ungesehen an Bord.“
Diese Auskunft beruhigte Grabow kaum. Er fühlte sich in diesem Käfig gefangen, sah aus der Dunkelheit heraus tausend Augen auf sich gerichtet, nervös begann er an seinen Fingernägeln zu kauen. Bernd öffnete die Tür einen Spalt breit und schaute hinaus.
„Wartet hier“, flüsterte er, „ich bin gleich wieder bei euch.“
Damit ließ er seine Begleiter in der Abgeschiedenheit und Finsternis des Behälters zurück. Sofort begab er sich auf die Suche nach der Lufthansamaschine, fand sie ein wenig abseits stehend, sie wurde gerade beladen. Mächtige Container verschwanden mit Hilfe riesiger Gabelstapler in dem unersättlichen Bauch der Boing 747. …
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