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…  Es war nur eine Frage der Zeit, bis er auch dort Erfolge verbuchen konnte.
   Eine besonders zwielichtige Rolle fiel der Bundesbank zu. Mit ihren jährlichen, von der Bundesregierung nicht nur fest eingeplanten, sondern bereits lange Zeit vorher ausgegebenen Milliardengewinnen setzte sie sich permanent selbst unter Druck. Ihre Gewinne stiegen in der Tat jedes Jahr, aber auch nur als schwarze Zahlen auf dem Papier; das reale, das greifbare Geld fehlte noch immer. Stark begann an der Effizienz seiner mühevollen Arbeit zu zweifeln.
 

Kapitel XX



   Die Kunde verbreitete sich rasch, und nach dem Dinner wußte es jeder der Hotelgäste: Der Schwede war zurückgekehrt. Ein wenig lädiert zwar, aber durchaus lebendig, schlenderte er wenig später durch die Hotellobby. Bernd betrachtete sich den Gesuchten mit zwiespältigen Gefühlen: Mit dem der Abscheu und - mit dem Blick des Jägers. Das also war sein Mann! Verantwortlich für Millionen Tote. Der seine Frau Sabine auf dem Gewissen hatte. Und alles aus reiner Habgier. 
   Lange währte Grabows Freude über seine Rückkehr nicht. Kurze Zeit später trafen zwei Beamte der örtlichen Gendarmerie ein. Informiert von dem eifrigen Manager, brachten sie Grabow in einen separaten Raum und befragten ihn zu der Motorbootaffäre. 
Lothar und Bernd hielten sich im Hintergrund, besaßen sie doch auf der Insel keinerlei Befugnisse. Zudem reisten sie unter falschen Namen, und obendrein durften sie sich Grabow gegenüber nicht als Landsleute zu erkennen geben. Das würde er ohnehin noch früh genug erfahren. Die beiden ,Neu-Schweizer’ saßen auf der Terrasse des Hotels, schauten auf den Pazifik hinaus, tranken schäumenden Fruchtsaft, der nach Ananas und Mango schmeckte, und warteten darauf, daß ihr Freund Grabow wieder erschien; natürlich in Begleitung der beiden Beamten. 
   Mehrere Fruchtsaftgläser wurden geleert, bis die Gendarmen das Hotel wieder verließen – alleine. Lothar und Bernd sahen sich ein wenig verwundert an, konnten den Grund jedoch nicht erfahren. Noch nicht. Den anderen Gästen erging es ähnlich. Jeder wußte von der Bootsgeschichte, jedermann erwartete, daß der introvertierte Schwede - der mit niemandem hier Kontakt hielt, der stets alleine an seinem Tisch saß, der kaum sprach – in Handschellen abgeführt werden würde. Grabow allerdings, der sich am frühen Abend an der Bar niederließ, war ganz offensichtlich nicht verhaftet worden. 
„Vielleicht sollten wir uns mit ihm bekannt machen“, sagte Bernd und stand auf. …
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