Was das Faß zum Überlaufen brachte, waren durchaus glaubhafte Berichte aus dem Gesundheitsministerium, wonach die ohnehin schon minimierte ärztliche Behandlung von Pensionären und Rentnern gänzlich eingestellt werden sollte!
Richter Stark traute seinen Augen nicht, als er bei einer Akteneinsicht zufällig auf den Namen Vita Pharma AG stieß. Von speziellen Medikamenten war dort die Rede, in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium eigens produziert für das beschleunigte Ableben der über Sechzigjährigen. Es fanden sich gar Anfragen nach den effektivsten Methoden! Und Erinnerungen an die bisher finsterste Epoche deutscher Geschichte wurden wachgerufen. Stark war 62, ohnehin ein Wunder, daß er noch unter den Lebenden weilte.
Von den verhängnisvollen grünen Briefen hatte Stark Kenntnis. Diese Angelegenheit schien jedoch die Vita Pharma nicht alleine zu betreffen. Fraglich war sogar, ob die Firmenleitung seinerzeit überhaupt informiert war von der tödlichen Fracht, die unter ihrem Namen millionenfach verschickt wurde. Das blieb noch zu klären.
Ewald Stark stand in Kontakt mit verschiedenen ausländischen Geldinstituten und Regierungen, bat sie um Unterstützung bei seinen Nachforschungen, um Einsicht in die Konten, stieß aber auf immer neue Hindernisse. Als hätten sich die internationalen Banken untereinander verbündet, als bohrten sie ihre Finanzklauen in das ihnen einmal anvertraute Kapital wie ein geifernder Adler in seine wehrlose Beute.
Was ihre Mithilfe betraf, so zeigten sich die Manager der deutschen Großbanken extrem renitent. Sie wollten sich anscheinend nicht freiwillig trennen von den ihrer Meinung nach rechtens erworbenen Vermögenswerten und ihren daraus resultierenden Tantiemen.
Schließlich gelang es dem Richter unter großen Anstrengungen, die Unterstützung der japanischen Regierung zu gewinnen, dort lagerten die größten Summen; in Japan und Südkorea. 500 Milliarden Euro spürte er dort auf. Die Schweiz und Brasilien sperrten sich nach wie vor, ebenso die USA. Hier mußte noch einiges getan werden. Aber Stark machte seinem Namen alle Ehre. Er ließ nicht locker, drängte, nervte, schrieb, telefonierte, informierte die Presse. …
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