Am gestrigen Abend erst hatte er das stark motorisierte Boot für 3000.- Dollar gemietet, über 10 000.- Dollar als Sicherheit hinterlegt und, weil er keinen Bootsführerschein besaß, mit Engelszungen geredet, damit der japanische Eigner es ihm schließlich überließ. Immer wieder hatte dieser bei der Einweisung darauf hingewiesen, daß der Motor auf keinen Fall überhitzen dürfte, Grabow auf allzulange Vollgasfahrten verzichten sollte und nicht zuletzt darauf, daß für eventuelle Notfälle Signalraketen und ein Funkgerät an Bord waren. Grabow versicherte dem Mann, bestens auf das teure Schiff achtzugeben und - ihm im schlimmsten Falle ein neues zu kaufen. Dieser Vorschlag beruhigte den Japaner letztendlich.
„Warum nicht hier?“ fragte die braungebrannte Exotin und begann, ihr Bikinioberteil zu lösen. Kurz darauf landete es auf der Rückbank, Grabow konnte seine Augen nicht von der Philippinin lösen, ihr fester Busen ließ jene weißen Streifen vermissen, die europäischen Frauen nach dem Sonnenbaden oftmals das Aussehen verliehen, als wären ihre Körper angemalt. Makellos glänzte ihre Haut in der morgendlichen Sonne, und auch unter ihrem winzigen Bikinihöschen erhoffte Rudolf Grabow dieselbe gleichförmige Farbe und Spannkraft der samtenen, der bronzefarbenen Haut.
Maria stellte einen Fuß auf die niedrige Reling, schaute ins relativ flache Wasser, das fast den gesamten Fidschi Archipel umgab, und sprang hinein, das Boot schaukelte sanft. Die schlanke Frau tauchte unter dem Rumpf hindurch, erschien wieder an der Oberfläche und spritzte übermütig Salzwasser aufs Deck. Längst war nicht mehr alleine die Sonne dafür verantwortlich, daß Grabow so schwitzte. Hemd und Hosen klebten am ganzen Körper, genau wie zwei Tage zuvor bei dieser unangenehmen Panne des Autobusses; da allerdings trug der Regen die Schuld.
Der Holztransporter hatte ihn fast bis vors Hotel gebracht, die kostbare Fracht in seiner kleinen Ledertasche blieb unangetastet. Die 50 000 aus Nasau mitgebrachten Dollar hatte er zuvor telefonisch angefordert. Das war viel mehr als gewöhnlich, und es hatte lange gedauert, bis der indische Kassierer das Geld aus Suva, vom Hauptsitz der Bank, angewiesen bekam.
Während seiner kurzen Aufenthalte dort hatte Grabow wie gewöhnlich nur das Nötigste gesprochen, war kaum auf die Konversationsversuche des Kassierers eingegangen, sagte mal ein Wort über das Wetter, sprach über die Sonne, die abends in sein Hotelzimmer schien, beklagte sich über die langen dunklen Nächte und den Fischgeruch im nahe gelegenen Hafen, ansonsten schonte er seine ,angeschlagene Stimme’. …
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