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…  Von alleine schien er nicht in der Lage zu sein, ein klein wenig vorauszudenken, zu kombinieren, sie mit logischen, mit deterministischen Überlegungen zum Ziel zu bringen.
„Der Bus fährt nach Ndalomo, das sind etwa 20 Meilen, vielleicht etwas mehr.“
Jetzt konnten sie sich erst richtig auf die Suche nach Grabow machen. Irgendwo zwischen Nasau und Ndalomo steckte er. Auf dieser Strecke gab es zahlreiche Hotelanlagen.
„Er wohnt direkt am Meer.“   
Der Inder schien aufgewacht zu sein. Denn anscheinend begann er sich zu erinnern, worüber Grabow mit ihm während seiner Besuche gesprochen hatte, mit seiner leisen, kranken  Stimme. Dabei war vom blauen Wasser die Rede gewesen und davon, daß er von seinem Zimmer aus den Sonnenuntergang über dem Meer sehen konnte. Dieser Umstand verringerte die Anzahl der Hotels sofort beträchtlich. Grabow mußte, sollte er den Sonnenuntergang tatsächlich genießen, an der Westküste wohnen, zwischen Nasau und Koroinasolo. Denn anschließend verließ die Straße die Küstenlinie und bog nach Süden ins Landesinnere ab. Wieder setzte Bernd sein Lächeln auf. 
„Er hat bald Geburtstag. Meinen Sie, wir finden ihn bis dahin?“
Der Inder begann nun fieberhaft nachzudenken, was der vermeintliche Schwede Lundberg ihm bei seinen Besuchen alles erzählt hat, viel war es ohnehin nicht. Eine Bucht kam ins Spiel, die einen Hafen beherbergte, somit kreisten sie ihr Opfer immer weiter ein. Am Ende stand fest, daß Grabow nur in einem von zwei bestimmten Hotels untergekommen sein konnte. Die besagte Bucht lieferte den entscheidenden Hinweis. 
„Er hat gestern viel Geld abgehoben“, schickte der Kassierer noch nach.
„Wieviel?“ wollte Lothar wissen.
Der Inder suchte kurz in seiner Kartei und verriet den beiden sympathischen Urlaubern unerlaubterweise die Summe. Es war ein imposanter Betrag. Mit diesen überaus wichtigen Informationen im Gepäck verließen die beiden Freunde das bescheidene Geldinstitut in Nasau und machten sich auf die schwierige Suche nach einem fahrbaren Untersatz.

***

   Der Bär hielt seinen Kopf gesenkt, als stünde der Angriff seines gehörnten Kontrahenten unmittelbar bevor. Reglos stand er auf allen vier Tatzen, starrte launisch hinüber zu dem anderen Geschöpf, das ebenso steif wie er in der Mittagssonne verharrte. Der Stier aber hielt sein mächtiges Haupt erhoben, Stolz und unbändige Kraft demonstrierend, Siegeswillen, Unantastbarkeit, Einfluß.
Nun, obwohl sich die beiden Tiere unbeweglich belauerten, hatten sie nicht vor, miteinander zu kämpfen. …
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