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Der Kellner brachte zwei Flaschen Mineralwasser, und stellte sie verschlossen auf den Tisch zu den beiden Männern. Etwas unsicher legte er den Flaschenöffner daneben. Er tat genau das, worum Bernd ihn gebeten hatte. Auf Gläser verzichteten sie. Lothar öffnete die Flaschen, sie setzten sie an die Lippen und das prickelnde Getränk rann in ihre Kehlen.
Seit einem halben Tag befanden sie sich in Nasau, und saßen momentan vor einem bescheidenen Straßencafe in der grellen pazifischen Sonne. Weil die sich trotz des Monsuns mehrmals am Tage intensiv durch die Wolken zwängte, trugen sie dunkle Sonnenbrillen und beobachteten das kleine Geldinstitut auf der anderen Straßenseite. Noch war es geschlossen, obwohl 14 Uhr bereits vorüber war. Mit den Öffnungszeiten nahmen es die Angestellten hier offenbar nicht so genau. Bernd und Lothar berieten ihre Taktik, Grabow auf die Spur zu kommen. Dazwischen drängten sich immer wieder die haarsträubenden Erlebnisse der vergangenen Tage.
Beinahe 48 Stunden mußten sie in Nouméa auf Neukaledonien verbringen, bis feststand, daß ihr Reisegepäck endgültig verloren war. Nach ihrer Rettung durch eines der Fischerboote erst einmal an Land gesetzt, wurden sie anschließend mit einem von der Fluggesellschaft gemieteten Schiff in die weiter nördlich gelegene Hauptstadt gebracht, wo sie nach einer eingehenden ärztlichen Untersuchung in einem luxuriösen Hotel unterkamen; auf Kosten der Fluglinie.
Weil sie in Eile waren, weil sie einen Auftrag zu erledigen hatten, der keinen Aufschub duldete, suchten sie nach einer Möglichkeit, auf dem schnellsten Weg die Fidschi-Inseln zu erreichen. Dabei waren ihnen die Mitarbeiter der australischen Fluggesellschaft behilflich. Schon am übernächsten Tag nach der Notwasserung landete eine Ersatzmaschine in der Hauptstadt Nouméa und nahm jene Reisenden an Bord, die sich entschlossen hatten, es noch einmal mit derselben Fluglinie zu versuchen. Unter ihnen Bernd und Lothar. Allerdings trugen sie andere Namen.
Daß es bei der Bruchlandung keine Toten und nur vier Leichtverletzte zu beklagen gab, hatte bei der australischen Gesellschaft beinahe eine Euphorie ausgelöst. Wie Helden waren die Piloten gefeiert worden, den Passagieren wurde großzügige Hilfe zuteil. Auch über Entschädigungen sprach man ganz offen. …
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