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…  D.h. es wurden an die Banken, an das Volk und andere Gläubiger über 2 Billionen an Zinsen bezahlt, ohne daß die eigentliche Schuld auch nur um einen Cent geringer geworden wäre! Im Gegenteil. Richter Stark rieb sich die Augen, ihm wurde schwindelig. Dieser Staat stand unmittelbar vor dem Kollaps! Die Reserven, von denen oftmals die Rede war, die unantastbaren Reserven der Versicherungen und Rentenkassen existierten in Wahrheit gar nicht, hatten möglicherweise nie in dem vom Staat propagierten Umfang existiert.
Das größte mentale Problem jedoch bereitete Stark die Unterscheidung zwischen den Zahlen und dem realen Geld, dem greifbaren; den Scheinen, den Moneten, dem Zaster, wie immer man es nennen wollte. Er konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, daß viel mehr Geld verschoben worden war – daß viel mehr Zahlen verschoben worden waren – als reales Geld vorhanden war. Mehr als 50 000.- Euro Schulden drückten jeden Einwohner dieses Landes im Schnitt. Theoretisch.
Er, Stark, hatte keine Schulden, er besaß sogar ein beachtliches Vermögen, mehrere Häuser nannte er sein eigen. Das bedeutete, viele Menschen im Lande trugen eine ungemein stärkere Bürde als der Durchschnitt. Dies wiederum waren aber auch nur Zahlenspiele, denn persönlich waren die Bürger ja nicht in dem Maße verschuldet. Es war der Staat, der seine eigenen Lasten statistisch auf seine Bürger abwälzte.
Richter Stark formte sich ein Modell zurecht, mit dessen Hilfe es ihm gelingen sollte, den vermeintlichen Widerspruch zwischen den Zahlen und den realen Geldern zu entwirren. Er überwies im Geiste eine Summe von 1 Million Euro an eine Bank in der Schweiz. Was geschah in der Folge? Der Betrag wurde von seinem fiktiven Konto abgebucht und auf einem ebenso gedachten Konto in der Schweiz gutgeschrieben. D.h. auf seinem eigenen Konto wurden Zahlen gelöscht, auf dem Empfängerkonto wurden sie hinzuaddiert. Was aber wäre, wenn die Zahlen auf einem Konto nicht gelöscht würden? 
Beim realen Zahlungsverkehr, mit Bargeld, gab es in dieser Hinsicht weniger Probleme. Wenn die Summen aus der Hand gegeben wurden, waren sie verschwunden. Nicht so bei bargeldlosen Transaktionen. Zwar waren alle Banken weltweit miteinander vernetzt, was aber keineswegs ausschloß, daß bei Transaktionen manipuliert werden konnte. Es mußte hierfür zweifelsfrei eine Kontrollinstitution geben. Wer übernahm denn die Garantie dafür, daß eine überwiesene Summe auch tatsächlich von dem besagten Konto abgebucht wurde? …
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